Scan 534
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Geigen. Die Schnecke ist dagegen sehr schön ausgestochen, sein roter Lack durchsichtig und dick. Seine Violoncelli sind seinen Violinen gleichwertig. Sein Vorgänger soll Lutzemberger geheißen haben, sein Nachfolger Delannoy.
3Vainert s. Weinert
5Valdastri. — Modena. 1805
6Bisher kennt man von ihm nur einige Taschengeigen, die eine geschickte Hand verraten.
8Valente, Raffaele. — Rom. 1898
9Gilt als guter Mandolinenmacher.
11Valentin (Valentin). — Angouleme. 1900
12Er war »Luthier«; sein Nachfolger ist Javelland-Labbé.
14Valentin, Rudolf. — Berlin. Geb. 11. Juli 1870 in Berlin
15Ursprünglich Feinmechaniker, wendete er sich als tüchtiger Geiger durch Selbststudium vorgebildet dem Geigenbau zu, und da er ein guter Zeichner ist und große Handgeschicklichkeit besitzt, fielen schon seine ersten Versuche über alles Erwarten gut aus. Dieser Erfolg ermunterte ihn zu weiterem Streben, und da ihm auch die Zusammensetzung eines guten Lacks gelang, ließ er sich bestimmen, den Geigenbau zu seinem Berufe zu machen. Im Jahre 1909 eröffnete er seine Werkstatt, und es fehlt ihm nicht an wertvollen Anerkennungen; treffliche Geiger loben seine Arbeit.
16Geigenzettel: Rudolf Valentin / Berlin / angefertigt Anno 19 . . (geschrieben).
18Valenzano (Valenciano), Giovanni Maria. — Valenza, Rom, Triest. 1771. 1825
19Er stammte aus Asti, zog viel umher und soll (nach Valdrighi) (3268) auch in Neapel, nach anderen in Padua gearbeitet haben. Seine Arbeit ist handwerksmäßig, und sein Modell schwankt zwischen dem der Mailänder und dem der Neapolitaner Schule. Auf vielen seiner gedruckten Zettel füllte er den jeweiligen Ort seines Aufenthalts handschriftlich aus. Er ist jedenfalls auch identisch mit jenem Valenzane, der um 1813 in Montpellier Geigen ausbesserte.
20Geigenzettel: Joannes Maria Valenzano / astensis fecit Romae 1825 (Ortsname und Jahreszahl geschrieben). Joannes Maria Valenzano / astensis in Valentia fecit 1804 (Ortsname und Jahreszahl geschrieben).
22Valetianus, (Valletianus) Joannes. — Madrid. 1799
23Der französischen Schule sehr nahestehend; flaches Modell, ähnlich dem des J. B. Guadagnini. Seine Violinen sind besonders gut im Ton; das bestätigte schon Spohr, als er im Juni 1828 in der Musikalischen Zeitung mitteilte, daß er gebeten sei, eine Geige dieses Meisters zu verkaufen, und hinzufügte, daß sie »einer besseren Stradivari ebenbürtig« sei.
24Geigenzettel: Joannes Valetianus / fecit Matrito anno 1799 (gedruckt).
26Valle, Nicolas del. — Granada
27Älterer spanischer Lautenmacher.
29Vallejo, D. Rafael. — Baza (Spanien). 1789
30Das D. vor dem Taufnamen wird man vielleicht »Don« lesen müssen, dann wäre dieser Lautenmacher als ein Ordensgeistlicher anzusehen. Er war nicht ungeschickt und hat recht hübsche, eingelegte Lauten angefertigt.
31Geigenzettel: D. Rafael Vallejo me hizo / en baza, 1789 (gedruckt).
33Vallentine, William. — London. 1870. † um 1877
34Er hatte seine Werkstatt in der Wardourstreet und soll einige gute Kontrabässe gemacht haben.
36Valler. — Marseille. 1683. 1700
37Er wird zwar in der Literatur, so bei Hart u. a., mehrfach, aber stets ohne nähere Angaben erwähnt. Es war mir aber weder in Marseille noch überhaupt in Frankreich möglich, etwas über diesen Geigenmacher oder seine Werke zu erfahren.
39Vallier, lebt als »Luthier« in Le Havre
41Vallini, Giulio. — Cremona. 18. Jahrhundert
42Ein Cremoneser Geigenmacher, den ich nur bei Valdrighi (3909) erwähnt gefunden habe.
44Valoncini, Frederic, ein Geigenhändler in Nizza, der auch eine Reparaturwerkstatt unterhält
46Valonini, Zanoli (Gianolo?). — Venedig. 1765. 1783
47Obwohl Geigen mit seinem Zettel nicht gerade selten vorkommen, gelang es mir doch noch nicht, festzustellen, wie er wirklich geheißen hat. Vgl. Zanoli.
49Valte, Dominique. — Mirecourt. 1734. 1743
50Ein nur von A. Jacquot erwähnter Geigenmacher.
52Valtrin, Didier. — Mirecourt. † vor 1698
53Von A. Jacquot nachgewiesener Geigenmacher. Es gab auch noch einen Jean-Dominique I Valtrin um 1677, einen Jean-Dominique II von 1698—1707, ferner zwei Jean-Joseph V. von 1714—1757 und von 1740—1749. Der Name kommt auch Vaultrin geschrieben vor, und ein Joseph Vautrin, der im 19. Jahrhundert in Mirecourt tätig war, gehört jedenfalls in diese Familie. Auch die Jean-Joseph Watrin (1744) bezeichnete Violine der Sammlung Snoeck rührte jedenfalls von einem Mitglied dieser Geigenmacherfamilie her.
55Vandelli, Giovanni. — Fiorano (Modena). Geb. 1796, † 1839
56Seine Geigen sind recht sauber gearbeitet, haben jedoch keinen großen Ton und zeichnen sich auch sonst nicht aus, so daß sie trotz ihres guten Aussehens nicht hoch geschätzt werden.
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- Valente, Raffaele
- Valentin, Rudolf
- Valenzano, Giovanni Maria
- Valetianus, (Valletianus) Joannes
- Vallejo, D. Rafael
- Vallentine, William
- Valonini, Zanoli (Gianolo?)
- Valte, Dominique
- Valtrin, Didier
- Vandelli, Giovanni
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