Scan 538
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Kirche in Kuttenberg begraben und hinterließ eine Witwe namens Johanna, wahrscheinlich aber keine Kinder. Da er ausdrücklich als Geiger bezeichnet wird, dürfte er auch Geigen gemacht haben. Eine gute Laute von ihm besitzt Bohuslav Lantner in Prag.
2Geigenzettel: Lindřich Velwarsky z Větsina / Mus. Instrumentař 1620 / na Horách Kutných (gedruckt).
4Venere, Vendelio s. Tieffenbrucker
5Veneziano s. Alessandro
6Venios, Em., ein Saiteninstrumentenmacher, der in Konstantinopel lebt
7Ventapane (Ventupane), Lorenzo. — Neapel. 1809. 1828
8Er arbeitete oft recht gut im Stil der Gagliani und ahmte das Stradivariomodell nach, doch nahm er die Brust gerne breiter. Das Holz ist gewöhnlich schön, der Lack orangegelb, aber häufig nachgedunkelt. Der Ton seiner Geigen ist groß, wenn auch nicht weich genug. Auch seine Violoncelli sind gut. Seine Arbeiten stehen jetzt ziemlich hoch im Preise. Im Jahre 1828 wohnte er in der Strada Donnaregina Nr. 2. Auch ein Gius. V. kommt vor.
9Geigenzettel: Lorenzo Ventapane / Fabbricante di Strumenti armonici / Strada Donnaregina No 35 / Napoli 1809 (gedruckt).
11Ventapane, Pasquale. — Neapel. 18. Jahrhundert
12Vielleicht der Vater oder Bruder Vincenzo V.s, dem er in der Arbeit nahekommt. Er scheint vorzugsweise Violoncelli gemacht zu haben.
14Ventapane, Vincenzo. — Neapel. 1750. 1799
15Gute Gaglianoschule. Er ahmt das Stradivariomodell (mittlere Größe) nach und hat einen gelben oder gelbbraunen Lack. Der Ton ist gut. In manchen Arbeiten erinnert er an Tomaso Eberle.
17Ventura, Annibale. — Viadana. 1740
18Vielleicht ein Sohn oder Enkel von Giovanni V. Wenn er auch sorgfältiger arbeitete als dieser, so gehört er doch nur zu den Geigenmachern dritten Ranges. Er soll auch in Mailand gearbeitet haben.
20Ventura, Giovanni. — Parma (?). 1622
21Angeblich stammte er aus Viadana. Bisher sind nur rohe Arbeiten seiner Hand bekannt geworden.
23Venturi, Leonello (Lenelli)
24In einigen Geigen, die an sich nicht schlecht sind, im günstigsten Falle aber vom Ende des 18. Jahrhunderts stammen, findet sich der gedruckte Zettel: Lenelli Venturi / fecit Venetiis An. 15 .. Der Zettel ist eine plumpe Fälschung; selbstverständlich ist Ventura Linarolo damit gemeint.
26Venzi, Andrea. — Florenz. 1636
27Er wird als Sohn eines Simone V. bezeichnet und als Geigenmacher von Vidal erwähnt.
29Verbeek, Gisbert. — Amsterdam. 1671
30Eine Geige von ihm führt das Verzeichnis der 1759 im Haag versteigerten Selhofschen Sammlung auf.
32Verbrugghe. — Ostende
33C. C. Snoeck besaß eine Viola von ihm.
35Verbruggen, Theodor. — Antwerpen. 1641
36Lautenmacher und Musiker. Er hat 1641 einen Baß für den Kirchenchor angefertigt.
38Verini, Andrea. — Modena (?). 1884
39Wahrscheinlich Sohn Serafino V.s. Auch er beschäftigte sich mit dem Geigenmachen.
41Verini, Serafino. — Arceto, Cascogno (Modena). Geb. 1799, † 1868 zu Montebonello bei Frignano
42Sohn des Bernardino V. Ein tüchtiger Feldmesser, der sich als Dilettant auf den Bau von Geigen und Bässen verlegte, ohne es darin sonderlich weit zu bringen. Bessere Erfolge hatte er — als Bienenzüchter.
44Verle, Franz. — Padua. Um 1590—1600
45Wahrscheinlich ein Tiroler oder Schwabe; vgl. Werle, Wöhrl, auch Vörle.
46Geigenzettel: In Padova / Francesco Verle (gedruckt).
48Vermare (Vermarre) lebt als »Luthier« in Lyon
49Vermesch (Vermersch), Pater. — Beaumont s. Oise. 1781. 1812
50Ein Minoritenmönch, der ohne besondere Kenntnisse Geigen von sehr hoher Wölbung und schlechten Verhältnissen machte. Ebenso mangelhaft wie seine Arbeit ist auch sein trüber Lack.
51Geigenzettel: Fait par le P. Vermesch / rel. minime / à Beaumont-sur-Oise / 1781 (gedruckt).
53Vernon. — London. 1823
54Ein Neffe von John Betts, in dessen Geschäft er als Ladendiener half. Nach dem Tode seines Oheims eröffnete er 1823 ein eigenes Geschäft, und es gibt Geigen, die seinen Namen tragen. Er hat aber nie in seinem Leben eine Geige selbst gemacht noch je eine solche repariert.
56Verny (Vernier) s. Verpy
57Véron, Antoine. — Paris. 1720. 1750
58Seine Geigen kommen denen von Pierray manchmal nahe. Eine fünfsaitige Viola von ihm befindet sich im Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 139).
59Geigenzettel: Abb. 813.
61Véron (Verron), Pierre-André. — Paris. 1711. 1750
62Seine Geigen verraten zwar das Bestreben, italienische Vorbilder nachzuahmen, doch geschieht dies ohne Sorgfalt und ohne Erfolg. Trotzdem soll er seinerzeit ein gewisses Ansehen besessen haben.
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