Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 551

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 547. See the scan on archive.org.

1Vuillaume, Nicolas I. — Mirecourt. 1698. 1739
2Von ihm weiß man nur, daß er Luthier war. Nicolas II V. war ein Sohn von Claude-François V. und starb am 6. April 1755 (?). Ein Nicolas III V. kommt in den Jahren 1759—1761 vor und war mit Anne Chevrier verheiratet.
4Vuillaume, Nicolas IV. — Mirecourt. Geb. in Mirecourt 21. Mai 1800 (»am Tage Ascension«), † um 1871
5Dritter Sohn und Schüler von Claude-François V V. Er arbeitete von 1832—1842 bei seinem Bruder Jean-Baptiste V. in Paris, ging dann nach Mirecourt zurück und verlegte sich auf die fabriksmäßige Herstellung von Geigen. Nach seinem eigenen Modell machte er Geigen, denen er den Namen »Violons stentor« gab. Seine Geigen tragen die Brandmarke »N. Vuillaume«. Er erhielt 1855 eine Bronzemedaille. Sein Sohn Antoine, der bei ihm lernte, starb schon mit 21 Jahren. Eine dunkelrot lackierte Geige von ihm besaß C. C. Snoeck.
6Geigenzettel: N. Vuillaume (Autograph) und Abb. 817.
8Vuillaume, Nicolas-François. — Brüssel. Geb. in Mirecourt am 13. Mai 1802, † 16. Januar 1876 in Brabant
9Vierter Sohn und Schüler von Claude François V V. Er arbeitete bis 1828 bei seinem Bruder J. B. V. in Paris und ließ sich dann in Brüssel nieder. Er kommt seinem Bruder sehr nahe, machte ausgezeichnete Geigen nach Stradivari u. a. und erhielt zahlreiche Medaillen sowie den Leopolds-Orden. Auch seine Bogen sind sehr gut.
10Geigenzettel: Abb. 815.
12Vuillaume, Sébastien. — Paris. Geb. um 1835, † 17. November 1875 in Paris (kinderlos)
13Sohn von Claude-François VI V., Neffe von Jean Bapt. V. Ein tüchtiger Geigen- und Bogenmacher¹), der seine Werkstatt Boulevard Bonne-Nouvelle Nr. 17 hatte und der »letzte Vuillaume« in Paris war. Erhielt 1867 und 1868 Medaillen und kam in seinen besten Arbeiten seinem Oheim manchmal nahe. Sein Gehilfe Nestor-Dominique Audinot wurde sein Nachfolger.
14Geigenzettel: Abb. 803.
16Vuillemin, Jean-Didier. — Mirecourt. 1705
17Wenig bekannter Geigenmacher.
19Vuillemin, Claude-Joseph. — Mirecourt. Geb. um 1750 in Poussay bei Mirecourt, † 25. April 1833
20Obwohl er ein sehr hohes Alter erreichte, ist er doch nur wenig hervorgetreten.
22¹) Er besaß die von J. B. Vuillaume kurz vor seinem Tod erfundene Bogenschneidemaschine.
24Wach, Hans. — München. Geb. in Mittenwald, † 1901 in München
25In seiner Heimat erlernte er das Geigenmachen, doch verlegte er sich, seit er in München ansässig war, fast ausschließlich auf die Herstellung von Zithern und war namentlich wegen seiner Streichzithern (»Streichmelodion«) geschätzt. Im Jahre 1897 erlitt er einen Schlaganfall und war seitdem bis an sein Ende bettlägerig. Ein Michael Wach lebt in München gleichfalls als Zither-, Gitarren- und Lautenmacher.
27Wacha, Albert. — Preßburg. 1822
28Am 19. April 1822 erwarb er als Saiten- und Blasinstrumentenmacher das Bürgerrecht auf dem Preßburger Schloßgrund. Er dürfte der Nachfolger Heinrich Steins gewesen sein und hat wohl nur Gitarren, aber keine Geigen gemacht.
30Wachter, Anton. — Faulenbach b. Füssen. 1769. 1781
31Besserer Geigenmacher der Füssener (Tiroler) Schule, von dem noch einzelne, durch gutes Deckenholz und guten Ton bemerkenswerte Violinen erhalten sind. Der Lack ist dunkelbraun, die F-Löcher nach Stainer geschnitten.
32Geigenzettel: Abb. 827.
34Wachter, Ferdinand. — Augsburg. 1812
35Ein wenig bekannter Geigenmacher, der vielleicht ein Sohn von Anton W. war und sich wohl nur vorübergehend in Augsburg aufgehalten hat. In Rotterdam befindet sich in Privatbesitz eine Geige von ihm von großem Patron mit hohen Zargen und orangegelbem Lack. Die Geige ist dick im Holz und hat den Baßbalken aus einem Stücke mit der Decke.
36Geigenzettel: Ferdinand Wachter / Geigenmacher in Augsburg / 1812 (geschrieben).
38Wachter, Lorenz. — Bonn. 18. Jahrhundert
39Mir ist eine Violine mit seinem Namen und Ort (ohne Jahreszahl) vorgekommen. Die Arbeit war recht gut, der Lack ähnlich wie bei den Füssener Meistern, die Wölbung ziemlich hoch. Das Instrument dürfte in der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sein. Lorenz W. soll Kurfürstlich Mainzischer Hoflauten- und Geigenmacher gewesen sein; er dürfte sich nur vorübergehend in Bonn aufgehalten haben, denn sein Name kommt weder in den Kirchenbüchern noch in den Akten und Registern des Bonner Stadtarchivs oder der Bibliothek vor. J. J. Held in Köln besaß ein ziemlich hochgewölbtes, gut klingendes Violoncello mit gelbbraunem Lack und langgestreckten F-Löchern von ihm. Auch dieses Instrument erinnerte an die Arbeiten der Tiroler Schule.
41Wackerl¹), Ägidius. — Mittenwald. 1757. 1760
42Besserer Vertreter der Klotzschule, von dem jedoch Geigen verhältnismäßig selten vorkommen.
44¹) Nicht Weckerl, wie manchmal irrig gelesen wird.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.