Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 559

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

43 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 555. See the scan on archive.org.

1Weiß (Weisz), Johann Ambrosius. — Basel. 1585. 1621
2Er ist nach Leus Schweizer Lex. im Jahre 1585 aus Füssen nach Basel gekommen und hat dort das Bürgerrecht erworben. Eine Laute in Berlin aus der Sammlung Snoeck trägt den hier mitgeteilten Zettel. Das Badische Museum für Altertum in Karlsruhe besitzt eine deutsche Laute von ihm (67 cm lang), die von Chr. Holländer 1754 umgearbeitet worden ist.
3Geigenzettel: Johan Ambrosius Weisz / in Basel 1621 (gedruckt).
5Weiß, Joseph. — Füssen. 1625
6Er wurde am 20. August 1625 als Meister in die Lautenmacherzunft aufgenommen.
8Welcker, Heinrich. — Frankfurt a. M., Darmstadt. Geb. in Gontershausen (Hessen) 1811, † 15. Juni 1873 in Darmstadt
9Nach seinem Geburtsort schrieb er sich »Welcker von Gontershausen« und nannte sich einen Verfertiger musikalischer Tonwerkzeuge. In einer Reihe von theoretischen Schriften über den Instrumentenbau beschäftigte er sich auch näher mit dem Geigenmachen.
11Weller, Carl August Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 9. März 1850
12Schüler seines Vaters Carl Wilhelm W. Im Jahre 1879 begründete er unter der Firma August Weller junior sein eigenes Geschäft und war 1888 Mitglied des Gesellen- und Lehrlingsausschusses.
14Weller, Carl Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 16. Dezember 1822, † 30. August 1889
15Schüler von Wilhelm Reichel. Wenn er auch hauptsächlich billigere Geigen machen mußte, so besaß er doch schätzenswerte Kenntnisse und war seinen Schülern ein tüchtiger Lehrer.
17Weller, Hermann. — Odessa. 1895
18Nachdem er in Deutschland und Ungarn als Geigenmacherhilfe tätig gewesen war, ließ er sich in Odessa nieder.
20Weller, Friedrich Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 1. Juni 1854
21Bruder von Carl Aug. W., als Geigenmacher ein Mann von ehrlichem Können. Er begründete seine Werkstatt 1881.
23Wendtner s. Wöndner
24Wenger 1), Gregori Ferdinand. — Augsburg. Geb. vor 1680, † nach 1757
25Er stammte aus Wien und heiratete am 23. Oktober 1701 die Witwe des Augsburger Lautenmachers Jakob Fichtl. Ob er in Wien gelernt oder gearbeitet hat, läßt sich nicht feststellen. Auf der Wanderschaft scheint er bis Venedig gekommen zu sein; daß er aber in Salzburg gelebt hat, wie so oft behauptet wird, erscheint ganz ausgeschlossen, da noch nie eine Arbeit von ihm, die von dort aus datiert wäre, zum Vorschein kam. Er gehört zu den besten Augsburger Meistern; sein Modell erinnert an Stainer und Alban, ist aber originell in den Umrissen und den Einzelheiten. Die Halbkreislinien sind beim Hals und beim Klotz gerade abgeplattet, die Einlagen sind 3 1/2 mm vom Rand abstehend, die Hohlkehle ist tief und die Wölbung ziemlich hoch, das Holz ist gut gewählt, der Boden meist nach der Schwarte geschnitten, der Lack wechselt ab von hellroter bis dunkelbrauner Farbe. Die Schnecke ist klein und hat einen gestreckten Wirbelkasten, doch finden sich hier häufig Engels- oder Tierköpfe (Löwen, Bären usw.). Die Maße teilt Piegendorfer mit. Im Ton sind seine Violen und Violoncelli am besten. Arbeiten von ihm besitzen u. a. das Nationalmuseum in München, das Germanische Museum in Nürnberg (Violine von 1754), Berlin aus der Sammlung Snoeck (Zither von 1750), W. Heyer usw. Er machte auch viele Lauten und Theorben. Geigen von ihm kommen ziemlich häufig vor. Eine Viola von 1715 besitzt C. Stoeber in Würzburg. Zwei sechsschörige Knickhalslauten von 1744 und 1752 mit hübschen, aus der Decke geschnittenen Rosetten besitzt Fritz Wildhagen in Halensee b. Berlin.
26Geigenzettel: Gregori Ferdinand Wenger / Lauten- und Geigen-macher / fecit Augustae 1757 (gedruckt). — Gregori Ferdinand Wenger / Lauten- und Geigen-Macher / in Augspurg 1738 (gedruckt) und Abb. 833 und 840.
28Wenger (!). — Padua
29Aus dem älteren Katalog der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, in dem eine Theorbe von »Benn Dellio Wenger in Padua 1622« (unter Nr. 31) aufgeführt wird, ging der Name Wenger als der eines paduanischen Lautenmachers in die Literatur über. Gemeint ist natürlich Wendelin Tieffenbrucker (s. d.), von dem es halbe Zettel gibt, auf denen nur »Vvendelio Venere« zu lesen ist.
31Wentzhüller (?), Johann. — Graslitz. 1791
32Ein Geigenmacher, dessen Name sich bei Valdrighi (4474) findet. Es ist jedenfalls ein Johann Wenzl Hüller gemeint.
34Wentzki (Wentzke), Hans. — Leipzig. 1645. 1680
35Der älteste noch nachweisbare Leipziger Geigenmacher, der als solcher 1645 das Leipziger Bürgerrecht erwarb. Er stammte aus Röthgen.
36Geigenzettel: Hannß Wentzki / in Leipzig. 1674 (geschrieben).
38Werl s. Wörl
39Werner, Anton Ulrich Carl. — Frankfurt a. M. † 5. Februar 1852
40Er war Schreinermeister und beschäftigte sich auch mit der Herstellung von Musikinstrumenten und machte namentlich Gitarren, die recht gut gewesen sein sollen.
421) Bei Valdrighi findet sich der Name entstellt in Vinzer und sogar Singer!

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