Scan 572
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Amsterdam, Karlsruhe usw. und kam 1896 nach Moskau, wo er sich 1898 selbständig machte und bald einen guten Ruf als Geigenmacher erwarb. Auch seine Bogen werden gelobt.
3Wunderlich, Wilhelm. — Markneukirchen.
4Geb. 1818, † 1901
5Er erlernte zwar das Geigenmachen, wurde aber sehr frühzeitig Gitarrenmacher.
7Wunderlich, Wilhelm August. — Markneukirchen. Geb. 19. März 1863
8Geigenmacher und seit Th. Scherzers Tod Obermeister der Markneukirchener Saiteninstrumentenmacherinnung. Er hat als solcher die alten Meisterbücher in Verwahrung, die eine Fundgrube für die Geschichte des Geigenbaues im Vogtlande sind.
10Wurlizer, Hans Adam. — (Mark-)Neukirchen.
111732. 1748
12Er wurde am 2. Januar 1732 als Meister in die Zunft aufgenommen. Er war ein Fremder und versprach die Tochter eines Geigenmachermeisters zu heiraten. Er wird in den Kirchenbüchern noch 1748 erwähnt; weitere Nachrichten fehlen. Ein C. Rudolf W. lebt noch als Saiteninstrumentenmacher in Cincinnati.
14Wurm, Anton. — Aussig i. B. 1850. † um 1880
15Er war gelernter Tischler und soll einige Zeit in einer Vogtländer Instrumentenfabrik gearbeitet haben. Er besaß eine gewisse Handgeschicklichkeit und hat ziemlich viele Geigen leidlich gut repariert; einige wenige hat er neu gebaut. Als Gitarrenmacher war er wesentlich geschickter. Sein Sohn August war Gitarrenmacher.
17Wurm (Wurmb), Philipp Jakob. — Wien.
181771. † nach 1787
19Er war der Nachfolger von Johann Georg Huber und legte am 9. Mai 1772 den Bürgereid ab. Er wohnte im »Tiefen Graben« Nr. 369 und kommt von 1772—1775 in den Steuerbüchern vor; von 1775—1787 ist er »in der Bürgerlaad« (Bürgerlade). Im Jahre 1787 wird Jakob Fux sein Nachfolger, dem er das Geschäft wohl noch bei Lebzeiten abgetreten hat. Da aber noch Geigen mit der Jahreszahl 1803 vorkommen, so scheint er noch als Privatmann weitergearbeitet zu haben. Seine Geigen sehen denen von Jos. Ferd. Leidolff sehr ähnlich, sind nach Stainer gebaut, hoch gewölbt und haben zarte Ecken, auch die Schnecke ist zierlich. Der Boden zeigt gewöhnlich klein geflammtes Ahornholz. Der Lack ist dunkelbraun und durchsichtig.
20Geigenzettel: Philippus Jacobus Wurm / fecit Viennae, 1778 (gedruckt).
22Wurmer, Antonius. — Garmisch. 1767
23Seine Arbeit entspricht der Klotzschule; er war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mittenwalder, da auch der 1830 in Garmisch als Forstwart gestorbene Cölestin Wurmer — vielleicht ein Bruder unseres Geigenmachers — am 6. August 1773 in Mittenwald geboren war.
24Geigenzettel: Antonius Wurmer, in / Garmisch, Anno 1767 (gedruckt).
26Wutzlhofer (Wutzelhofer), Bernhard. — Brünn.
27Geb. um 1785, † um 1865
28Sohn von Sebastian W. und wohl auch dessen Schüler. Er wurde im Jahre 1809 Bürger und stand der väterlichen Werkstatt jahrelang als Werkführer seiner Mutter vor. Im Jahre 1853 erscheint er als Besitzer des Hauses, das schon sein Vater von der Witwe des Geigenmachers Hentschl erworben hatte. Er war geschickt und hat recht gute Violinen gemacht, die als lobenswerte Kopien nach Stradivari gelten können. Die Firma bestand noch nach 1880. Sein Nachfolger ist Josef Kliment.
29Geigenzettel: Abb. 829.
31Wutzelhofer, Sebastian. — Brünn. 1782. † vor 1827
32Er wurde als »incorporierter Lauten- und Geigenmacher« am 3. Mai 1782 Bürger von Brünn und wohnte in der hinteren Rathausgasse Nr. 228 (jetzt Schwertgasse Nr. 8), und zwar noch 1806. Das Haus gehörte ursprünglich der Witwe des Geigenmachers Hentschl. Im Jahre 1827 ist Sebastians Witwe Anna Besitzerin des Hauses. Wutzelhofer war demnach der Nachfolger Hentschls und vielleicht auch dessen Schüler. Er steht als tüchtiger Meister in gutem Andenken.
33Geigenzettel: Sebastian Wurzelhofer / Fecit Brün Anno 1795 (gedruckt) und Abb. 832.
35Wyemann s. Weynmann
37Xéneumont, Alexandre. — Lüttich. 1811
38Mittelmäßiger Geigenmacher, der ein großes Patron hatte und große F-Löcher schnitt.
40Yates, Richard. — Ardwick. Geb. 22. Nov. 1863 in Salford
41Ein guter englischer Geigenmacher, der, durch das Büchlein von August Riechers angeregt, sich durch Selbststudium entwickelt hat. Er arbeitet nach Amati und Stradivari. Seine Biographie hat Meredith-Morris in »The Strad« 12, 138 mitgeteilt.
42Geigenzettel: Richard Yates No… / 39 Rylance Street Ardwick / 1900 (gedruckt).
44Yeats, Henry. — London. 1905
45Wird als geschickter Geigenmacher bezeichnet.
47Yong. — Marseille. 1845. 1852
48Er wohnte Rue de Noailles und war nur Händler und von Hause aus gelernter Holzblasinstrumentenmacher, doch hielt er eine Reparaturwerkstatt und beschäftigte in derselben auch Geigenmacher.
50Yoole, William. — St. Andrews. Geb. 1806 in Ceres (Fifshire), † 1868
51Ein schottischer Rechtsgelehrter und vorzüglicher Geiger, der von Matthew Hardie und seinem Sohn im Geigenmachen unterwiesen wurde und eine Anzahl guter Geigen (Violinen, Violen und Violoncelli) gemacht hat.
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