Scan 68
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1hat er seine billigen Geigen in den gangbaren deutschen Formen und bessere nach italienischem Vorbild gemacht. Eine Violine von ihm mit geschriebenem Zettel besitzt Carl Stoeber in Würzburg.
2Geigenzettel: Abb. 35 und 83.
4Buchstetter, Josef. — Stadtamhof b. Regensburg. 1776
5Sohn von Gabriel David B. und jedenfalls auch dessen Schüler, da er ganz wie dieser arbeitete; doch kommen seine Geigen seltener vor.
6Geigenzettel: Josephus Buchstetter, Filius Gabrielis / Davidis, Pedeponti prope Ratis- / bonam — Anno 1776 (gedruckt).
8Buchta, Johann. — Brünn. 1776. 1841. Geb. bei Ingrowitz in Mähren um 1755, † 1841
9Außer Lauten und Gitarren soll er auch Harfen gemacht und sich schließlich auf den Klavierbau verlegt haben. Er war seit 1776 Mitglied der Tischlerzunft und wurde 1803 Bürger. Der im Jahre 1838 als Bürger vorkommende Instrumentenmacher Wilhelm B. dürfte sein Sohn, und der 1888 verstorbene Klaviermacher Rudolf B. sein Enkel gewesen sein.
11Buckman, Geo. H. — Dover. 1899. Geb. 23. Okt. 1845
12Ein Beamter und guter Geiger, der, durch Ottos und Heron-Allens Schriften angeregt, sich dem Geigenbau zuwandte und am besten nach dem Modell von Stradivaris »Le Messie« arbeitete. Seine Geigen zeigen gutes, altes Holz, sorgfältige Arbeit und sind mit »Whitelaws Cremona-Bernstein-Öllack« in verschiedenen Farben lackiert. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in »The Strad« 1899 Nr. 112.
13Geigenzettel: Geo. H. Buckman / Dover 1899 (gedr.).
15Buczak, Franz, lebte im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in Galizien
16Geigenzettel: Rep. w roku 1877 / Franciszek Buczak (gedruckt).
18Budiani s. Rodiani
20Büchel, Hugo. — Coburg. Geb. 19. Nov. 1859 auf der Coburger Feste
21Er war ursprünglich Mechaniker, bereiste Italien und die Schweiz, studierte, als Sprößling einer bekannten Musikerfamilie, bei dieser Gelegenheit alle Geigensammlungen und verlegte sich schließlich, unterstützt von der herzogl. sächs. Hofkapelle, ganz auf den Geigenbau. Er trat in das Galdertsche Geschäft in Coburg ein, dessen Eigentümer er seit 1891 ist. Er arbeitete ursprünglich nach Stainer, doch hatten seine ersten Geigen in den tieferen Lagen einen hohlen, in den höheren einen spitzen Ton. Später kam er auf ein eigenes Modell, in der Mitte zwischen Stradivari und Bergonzi liegend, das auf ellipsenförmiger Ausarbeitung der Decke beruht.
22Geigenzettel: H. Büchel / Coburg 1899 (nur geschr.).
24Büchner, F. W. — Leipzig. 1850. 1861
25Musiker und Instrumentenmacher. J. Lotto zollte ihm wegen des kräftigen Tons seiner Geigen lebhafte Anerkennung. Ich kenne nur Ausbesserungsarbeiten von ihm. Seine Reparaturzettel klebte er gewöhnlich im Innern an die Zargen.
27Bühlich, Richard. — Rostock i. M. Geb. um 1868 in Lützen bei Leipzig
28Er lernte bei Ad. Paulus in Leipzig, war von 1885 bis 1895 als Gehilfe tätig und ließ sich 1895 in Rostock nieder, wo er schon vorher bei Ellersiek gearbeitet hatte. Er baut nach eigenem, dem Stradivari ähnlichen Modell und verwendet einen goldgelben Spirituslack mit rotbrauner Schattierung. Sein Holz ist gut, und seine Geigen klingen, wenn sie nicht zu dünn ausgearbeitet sind.
29Geigenzettel: Richard Bühlich, Rostock / Geigenbauer 18 . . (gedruckt).
31Bürger, Joh. Adolph. — Frankfurt. 1694
32C. C. Snoeck besaß eine 26 cm lange Taschengeige mit Perlmuttereinlagen von ihm. Die größere Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß er in Frankfurt a. M. gelebt hat, obwohl sich im dortigen Archiv kein Beleg dafür finden ließ. In Frankfurt a. O. habe ich gleichfalls vergebens nach ihm geforscht.
34Bull, Ole. — Bergen. Geb. 5. Febr. 1810, † 17. Aug. 1880
35Der berühmte norwegische Geiger versuchte sich auch als Geigenmacher. Er ging dabei von den Lehrsätzen Bagatellas aus und bildete sich ein geometrisches System, das ihm einen Schlüssel abgeben sollte, um in die vermuteten Geheimnisse der Cremoneser und besonders Stradivaris einzudringen. Am wertvollsten waren dabei vielleicht seine Versuche, die er mit den verschiedenartigsten Hölzern vornahm.
37Buonaroti. — Rom. 18. Jahrhundert
38Ein Meister zweiten Ranges, dessen schmales Patron sowie die ziemlich starke Wölbung eher auf deutsche als auf italienische Vorbilder schließen läßt. Manche bringen ihn mit D. Tecchler in Beziehung.
40Buonfigliuoli, Pier Francesco. — Florenz. 17. Jahrhundert
41Bei de Piccolellis und Vidal wird er zwar dem Namen nach erwähnt, doch war es mir nicht möglich, irgend etwas von ihm oder über ihn zu ermitteln.
43Burckart, Dionysius. — Rastatt. 1807
44In einer mittelmäßigen, nach dem Stainermodell gebauten Violine fand sich der untenstehende Zettel. Die Schnecke ist flach, am besten noch der gelbe Lack. Da nur der Ort und die Jahreszahl handschriftlich angebracht ist, scheint Burckart an verschiedenen Orten gearbeitet und dann auf seinem Zettel den jeweiligen Aufenthaltsort vermerkt zu haben.
45Geigenzettel: Dionisius Burckart Musikus / Violin- und Saitenmacher / in Rastat 1807 (geschrieben).
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