Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 81

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1der neuen Instrumente zu veredeln; er kam aber schließlich dahin, alles zu verwerfen, was ein Abweichen von den bewährten Errungenschaften der Cremoneser bedeutete.
2Geigenzettel: Chanot jeune rue Passage / Choiseul Nr. 15 à Paris 1825 (geschrieben). — Abb. 126.
4Chanot, Georges III. — London. Geb. in Paris 1830, † London 11. März 1893
5Sohn (erster Ehe) und Schüler von Georges II Ch. Im Jahre 1851 ging er nach London, trat als Gehilfe bei seinem Landsmanne Ch. Maucotel ein und machte sich 1859 selbständig. Er darf als einer der besten Londoner Geigenmacher des 19. Jahrhunderts gelten, und eine in den siebzig Jahren von ihm gefertigte Maggini-Kopie kann, nach Heron-Allens Ausspruch, jeden Vergleich mit einer Cremoneser Meistergeige aushalten.
7Chanot, George Adolphus. — Manchester. Geb. 28. Okt. 1855 in London
8Ältester Sohn und Schüler von Georges III Ch. Zu seiner weiteren Ausbildung arbeitete er auch ein Jahr lang in Paris bei seinem Oheim Jos. Chardon. Im Jahre 1879 eröffnete er seine Werkstatt in Manchester und ist ein würdiger Erbe der Kunst seines Vaters und Großvaters.
9Geigenzettel: Abb. 134.
11Chanot, Joseph. — Mirecourt. 1780. † um 1830
12Ein sehr handwerksmäßig arbeitender Mirecourter Geigenmacher. Sein Lack ist rot oder dunkelbraun, und sein Name findet sich innen im Boden eingebrannt.
14Chanot, Joseph Anthony. — London. Geb. 1. Okt. 1865 in London
15Dritter Sohn und seit seinem 14. Jahre Schüler von Georges III Ch., bei dem er bis zu dessen Tod (1893) als Gehilfe blieb. Er übernahm hierauf die Werkstatt und das Geschäft seines Vaters, das sich nun seit 1858 in der Wardour Street befindet.
17Chanot, Mon. — Paris
18Geigenmacherfirma der Gegenwart, gegr. 1821. Inhaber: Chardon Vater und Sohn (s. d.). Seit 1900 lautet die Firma: »Chardon Successeur«.
20Chantraine. — Mirecourt. Nach 1800
21Man kennt bisher nur gute Gitarren, die seinen Namen als Brandmarke tragen.
23Chapuy (Chappuy), Nicolas. — Mirecourt. 1733. 1781
24Jacquot weiß von ihm nur, daß er Geigenmacher und mit Anne Parisot verheiratet war. Ich vermute, daß die meist sehr gewöhnlich gearbeiteten Violinen, die die bisher seinem Bruder zugeschriebene Brandmarke »N. Chappuy« tragen, von ihm herrühren. Besser sind die Liebesgeigen mit dieser Brandmarke, die auch durch hübsch geschnitzte Köpfchen am Wirbelkasten auffallen.
26Chappuy, Nicolas-Augustin. — Paris, Mirecourt. Geb. um 1740, † 27. Sept. 1784
27Bruder von Nicolas Ch. Er ließ sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Paris nieder, wo er sich zwar eines gewissen Ansehens erfreute, doch ging er nach 1770 nach Mirecourt zurück. Er ist sehr ungleich in seiner Arbeit und sorglos in der Wahl des Holzes gewesen und verwandte meist einen gelblichen oder braunen Spirituslack, der in der Mitte wesentlich dunkler gefärbt erscheint. Er nahm das Stradivari- und Guarneri del Gesù-Modell zum Vorbild, hat aber kaum je ein Original gesehen. Neben guten Geigen von ihm gibt es auch solche, die kaum noch die Hand eines Fachmannes vermuten lassen. Einer seiner guten Geigen bediente sich der berühmte Geiger und Komponist Habeneck mit Vorliebe. Diese befindet sich jetzt im Museum des Pariser Konservatoriums. Auch in der Sammlung Snoeck befand sich eine bessere Arbeit seiner Hand. Eine Violine, die er nach seiner Heimkehr nach Mirecourt 1770 gemacht hat, besitzt Carl Stoeber in Würzburg. Eine Pochette befindet sich in der Sammlung Savoye in Paris. Auf seinen Zetteln nennt er sich meist nur Augustinus Ch., manchmal auch N. A., niemals nur N. oder Nicolas allein.
28Geigenzettel: Augustinus Chappuy / olim Parisiis nunc Mirecurtio / fecit Anno 1770 (gedruckt). — Augustinus Chappuy / Fecit Parisiis anno 1766 (gedruckt). — N A Chappui, luthier / de S. A. R. la Duchesse de Montpensier (gedruckt). — Abb. 97.
30Chappuy, Pierre-Fournier. — Mirecourt. 1775
31Bruder von Nicolas und N. Augustin Ch. Geigen, die ihm mit Sicherheit zugeschrieben werden können, sind noch nicht bekannt geworden.
33Chardin. — Mirecourt. 1875. 1886
34Geschickter Geigenmacher, der hauptsächlich für die größeren Fabriken in Mirecourt tätig war. Lehrer von A. Delivet.
36Chardon, Joseph-Maria. — Paris. Geb. 22. Mai 1843 in Paris
37Schüler und Schwiegersohn von G. Chanot, dessen Geschäft er 1872 übernahm und fortsetzte. Später ward auch sein Sohn Teilhaber der Firma »Chardon et fils«. Sie arbeiten den alten Traditionen getreu und haben sich 1900 wieder gelegentlich der Pariser Weltausstellung ausgezeichnet. Auch er bereiste viele fremde Länder, wie Chanot, um alte Geigen einzuhandeln. Er wohnte zuerst Quai Malaquais und verlegte 1888 sein Geschäft in die Rue Poissonnerie 22. Er besitzt zahlreiche Medaillen.
38Geigenzettel: Abb. 130.
40Chardon, M. Joseph-Ant.-Georges. — Paris. Geb. 22. April 1870
41Sohn, Schüler und seit 1896 Teilhaber von Joseph-Marie Ch.
42Geigenzettel: Abb. 103, 115, 125.

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