Scan 87
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
62 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 83. See the scan on archive.org.
1als Lehrmeister einer ganzen Reihe von trefflichen Schülern, unter denen G. Chanot, Augière, Calot, Thomassin u. a. hervorragen. Er machte fortgesetzt allerlei interessante Versuche und verschiedene Erfindungen; so ließ er sich u. a. mit L. V. Brouot zusammen im Jahre 1823 ein Patent ausstellen für die Erfindung einer neuen Art von Wirbeln für Geigen und Gitarren und im Jahre 1824 für einen neuen Steg, der die Saiten in gleichmäßiger Stimmung erhalten sollte. Einen dreisaitigen Baß von ihm besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
2Geigenzettel: Abb. 99.
4Clementi, Pietro. — Cremona. 1678
5In einer zweifellos alten italienischen Geige von kleiner Form und gelbem Lack fand sich der folgende Zettel, dessen Alter gleichfalls nicht anzuzweifeln war, wenn auch Bedenken schon wegen der Form des Taufnamens »Peter« und die Bezeichnung »en (sic) Cremona« nicht zu unterdrücken sind.
6Geigenzettel: Peter Clementius en Cremona 1678 (gedruckt).
8Clementi & Co. — London
9Der berühmte Pianist Muzio Clementi gründete, nachdem er 1800 durch den Fall des Hauses Longman & Broderip einen großen Teil seines Vermögens verloren hatte, eine Klavierfabrik, in der auch andere Musikinstrumente gebaut wurden, so z. B. Gitarren, Harfen und auch Geigen, mit deren Herstellung er sich offenbar schon früher beschäftigt hatte, denn Harry Dykes konnte vor mehreren Jahren eine Violine zum Kauf ausbieten, die den Namen Clementis mit der Jahreszahl 1785 als Brandstempel trug. Leider ist nicht bekannt, welche Geigenbauer für ihn arbeiteten.
11Clermont. — Nancy. 1759
12Geschickter Harfenbauer.
13Clerq s. De Clerq
14Cleve (richtig Clerc) s. Leclerc
16Cliquot, Henry. — Paris. 1765
17Geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1765, aber nur als Orgelbauer bekannt.
19Cliquot, Louis-Alexandre. — Paris. 1756
20Geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1756, wohl der Vater des berühmten Orgelbauers François-Henry-Cliquot und wahrscheinlich auch selbst nicht Lautenmacher, sondern Orgelbauer.
22Cliricato, Luigi. — (Venedig?) 1899
23Schüler von Eugenio Degani, bei dem er vier Jahre lernte.
25Clusolis s. Chiusole
27Cochet. — Paris. 1818
28Mittelmäßiger Geigenmacher
30Cocks (Cocko), Christofer. — Venedig. 1654
31Ein wahrscheinlich aus England eingewanderter Lautenmacher, von dem das Museum des Pariser Konservatoriums eine Archilaute (Nr. 233) besitzt mit dem nachstehenden Zettel und der Brandmarke: Christoforo Cocko.
32Geigenzettel: Cristofer Cocks, All’insegna / Dell’ Aquila d’oro / Venetiae 1654 (gedruckt).
34Coelho s. Pereira
35Coenen, Ludwig und Franz. — Rotterdam. 19. Jahrhundert
36Zwei Brüder, die eine gemeinsame Werkstatt besaßen. Mittelmäßige Arbeit, dürftiger Lack.
37Geigenzettel: Fratres Ludovicus & Franciscus / Coenen, ad Rotterdam f. 18 . . (gedruckt).
39Coffe, Jean Joseph. — Bayonne. Geb. um 1799 in Mirecourt, † das. 6. Sept. 1881
40Er galt als geschickter Arbeiter.
42Coffé-Goguette. — Mirecourt. 1834. 1860
43Er erhielt für gute Arbeiten eine Bronzemedaille und ist nur als Gitarrenmacher bekannt geworden.
45Coincu s. Couicu
47(no line here) one of two readings
48Colas, Prosper. — Paris. Geb. Coincourt 20. Juni 1842
49Seit 1873 in Paris ansässiger Bogenmacher.
51Cole, James. — Manchester. 1850. 1910
52Lernte zuerst bei Tarr und dann bei George Crask. Seine Geigen sind gute Orchesterinstrumente. Bis 1858 gebrauchte er einen Zettel, später nur mehr eine Brandmarke.
54Cole, Thomas. — London (Holborn). — 1672. 1690
55Er gehört zwar zu den weniger bekannten englischen Geigenmachern, hat aber einige sehr gute Violen und Gamben gebaut. Eine Viola da Gamba von ihm besaß Cte Valdrighi.
56Geigenzettel: Thomas Cole, near Fetter Lane / in Holborn 1690 (gedruckt). — Made 1690; by Thomas Cole / of London, on Holborn Hill / who selleth all sorts of / musical Instruments1) (gedruckt).
58Coletti, Alfred. — Wien. Geb. 1878 in Wien
59Schüler von C. H. Voigt, bei dem er auch acht Jahre lang als Gehilfe arbeitete und sich zu einem tüchtigen Reparateur ausbildete. Seit 15. Mai 1905 ist er Nachfolger von Jos. Hamberger, und seit November 1906 führt er den Titel eines k. k. Hofgeigenmachers. Er bewohnt den alten Geigenmacherladen in der Habsburgergasse (vormals obere Bräunerstraße genannt), der seit mehr als 218 Jahren besteht. Dieser Laden ging von Christoph Bartl, Joh. Jak. Fux, Ant. Posch, Dan. Ad. Stadlmann, Mich. Ign. Stadlmann, Martin Stöß, Jos. Hofmann auf Hamberger und nun auf Coletti über. Alle waren Hofgeigenmacher und zugleich Geigenmacher der Hofpfarrkirche zu St. Michael. Auch den
611) Von Pearce mitgeteilter Zettel einer Tenorviola.
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