Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 100

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Der beste Schüler Stainers ist nach Bußlaume Mathias Kloz von Mittenwald. Diese Annahme ist indes unrichtig, denn die Gründung der Geigenmacherei, in Mittenwald ging in nachfolgender Weise vor sich: Das Gleirschthal mündet nach West-West-Nord in das Jfarthal bei der Scharnitz, und von da führt man in wenigen Stunden die Höchstraße nordwärts nach Mittenwald. Von hier nemlich begab sich auf diesem Wege ein Junge, Gigidius Kloz, zu Jakob Stainer in die Lehre, und kehrte von da wieder nach seinem Geburtsort Mittenwald zurück. Er ward ein würdiger Schüler Stainers, und seine Violinen stehen so hoch im Ansehen, als die seines Lehrers. Kloz unterrichtete auch seinen Sohn Matthäus in allen Theilen der Geigenmacherei; allein dieser lebendige, frechehame Mann war damit nicht zufrieden. Nachdem er bereits 20 Jahre in Mittenwald als Geigenmacher gelebt, zog ihn die Sehnsucht nach vervollkommnung von der Heimat fort. Er durchreiste, viele lustige und traurige Abenteuer bestehend, die in Hinsicht auf Geigenmacherei berühmtesten Städte Oberitaliens, unter andern Florenz und Cremona, und kam mit vielen Erfahrungen nach Hause, aber auch mit dem Entschluss, aus Mittenwald ein zweites Cremona zu schaffen. Etwa im Jahre 1688 führte er seinen Entschluss aus. Er fing an zahlreiche Bürgerjöhne in allen Vortheilen der Geigenmacherei zu unterrichten, und gründete dadurch einen Fabrikzweig, welcher den Markt damals vor Verarmung rettete, und gegenwärtig sich noch in schöner Mühle befindet. one of two readings
2Der beste Schüler Stainers ist nach Bußlaume Mathias Kloz von Mittenwald. Diese Annahme ist indes unrichtig, denn die Gründung der Geigenmacherei, in Mittenwald ging in nachfolgender Weise vor sich: Das Gleirschtal mündet nach West-West-Nord in das Jfarthal bei der Scharnitz, und von da führt man in wenigen Stunden die Höchstraße nordwärts nach Mittenwald. Von hier nemlich begab sich auf diesem Wege ein Junge, Gigidius Kloz, zu Jakob Stainer in die Lehre, und kehrte von da wieder nach seinem Geburtsort Mittenwald zurück. Er ward ein würdiger Schüler Stainers, und seine Violinen stehen so hoch im Ansehen, als die seines Lehrers. Kloz unterrichtete auch seinen Sohn Matthäus in allen Theilen der Geigenmacherei; allein dieser lebendige, frechehame Mann war damit nicht zufrieden. Nachdem er bereits 20 Jahre in Mittenwald als Geigenmacher gelebt, zog ihn die Sehnsucht nach Bervollkommnung von der Heimat fort. Er durchreiste, viele lustige und traurige Abenteuer bestehend, die in Hinsicht auf Geigenmacherei berühmtesten Städte Oberitaliens, unter andern Florenz und Cremona, und kam mit vielen Erfahrungen nach Hause, aber auch mit dem Entschluss, aus Mittenwald ein zweites Cremona zu schaffen. Etwa im Jahre 1688 führte er seinen Entschluss aus. Er fing an zahlreiche Bürgersohne in allen Vortheilen der Geigenmacherei zu unterrichten, und gründete dadurch einen Fabrikzweig, welcher den Markt damals vor Verarmung rettete, und gegenwärtig sich noch in schöner Mühle befindet. one of two readings
4Matthäus Kloz war hier ein Engel in der Not. Einer Beleidigung halber, welche die stolzen Veneziger

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