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Scan 99
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Stainer Bürger und Geigenmacher in Kufstein anno 1659 ist von der Hand des Meisters eingeschrieben. Aus der Schule von J. Stainer ist hervorgegangen Matthias Albani, welcher 1621 zu Bozen geboren wurde. Gerber führt eine Geige dieses Künstlers vom Jahre 1654 an, deren Inschrift so lautete: „Matthias Albanus fecit in Tyrol: Bolsani 1654.“ — Man tafelt an diesen Instrumenten die zu hohe Wölbung und die Ungleichheit des Tones. Die beiden tiefen Saiten haben einen nadelnden Ton, das a hat Kraft und Rundung, die Quinte hat einen wohl kräftigen und glänzenden, aber zugleich einen trockenen Ton. M. Albani starb in Bozen 1673. (Sein Färbiz ist rötlich braun.)
3Der Sohn Albani’s, welcher auch den Vornamen Matthias hatte, wurde zu Bozen gegen Mitte des 17. Jahrhunderts geboren. Nachdem er den Instrumentenbau bei seinem Vater erlernt und in den Werkstätten zu Cremona gearbeitet hatte, fabricirte er viele Instrumente, die fast denen der Amati gleichgestellt wurden. Gerber führt zwei Geigen von ihm an, welche die Jahrzahlen 1702 und 1709 trugen.
5Ein anderer Albani arbeitete in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Palermo. In seinen Instrumenten befindet sich kein Vorname, und von seinem Leben hat man keine Nachrichten. Von ihm befindet sich in Brüssel eine sehr gute Geige mit der Inschrift: Signor Albani in Palermo 1633.
7Die Luthomonographie nennt noch einen Paul (1650) und einen Michael Albani, von welchen der erstere immer in Cremona gelebt, der letztere in Graz ein Geschäft gegründet haben soll.
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