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Scan 98
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1zung hervor, wie sie bei andern Instrumenten nicht erzielt werden kann.
3Dester ist auch von einem Markus Stainer die Rede, welcher ausgezeichnete Instrumente gemacht haben soll. Einige nennen ihn einen Sohn, andere einen Bruder Jak. Stainers. Buillaume bringt die Nachricht, er sei ein Bruder Jakobs gewesen; und habe, obwohl Mönch; diesem bei Ververtigung seiner Instrumente geholfen. Dass Stainer nur einen Sohn hatte; und der selbe in früher Kindheit starb, ist bemerkt worden; von einem Markus Stainer aber findet sich nach den von uns angeschlagenen Erkundigungen in den Laufregistern von Absam und Hall nichts, und wir erhielten bloß die Mittheilung, es habe der Sage nach in Absam ein Markus Stainer, Bruder des Jakob, als Instrumentenmacher gelebt, der sich später in Laufen niedergelassen habe. — Der launenhafte Franz Veracini, nach Tartini wohl der größte Geigenkenner und Virtuose seiner Zeit, behauptete, dass seine 2 Geigen von Mark. Stainer, denen er die Beinamen St. Peter und St. Paul gab, in Bezug auf Ton alle, auch die besten italienischen Geigen übertrafen. Im Jahre 1746, als Veracini von London nach seiner Vaterstadt Florenz reisen wollte, erlitt er bei einem Schiffbruche den Verlust aller seiner Habseligkeiten, und also auch dieser beiden Schätze.
5Herr Appellationsgerichtsrath von Renner zu Neuburg a. d. D. ist im Besitze einer Viola von Markus Stainer. Sie hat dunklen Lack, sehr schönes klarfältiges Deckenholz, großes Format, weichen, schönen Ton und eine ungewöhnliche Klangfülle. Das Etiquette „Marcus
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