Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 102

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1die Geigenmacher in den gastfreundlichen Klöstern stets sehr gut aufgenommen und bewirtet wurden. Später begann das Gewerbe zu stocken, bis sich endlich Kaufleute der Sache annahmen, den Arbeitern ihre Ware um einen bestimmten, freilich im Durchschnitt überaus niedrigen Preis regelmäßig abnahmen und so auf diesen Gewerbszweig ein eigenes, sehr weit ausgebreitetes Handelsgeschäft gründeten. Man nennt durch das ganze südliche Gebirge diese Kunstleute Verleger, in Hinsicht auf Geigenmacher, Holzschnitzer und Weißsteinmacher, und solche Verleger in Mittenwald sind nun die beiden bekannten Firmen Neuner und Hornsteiner und Baader. Ihre Produkte gehen nach allen Theilen der Welt, vorzüglich nach England, Amerika, nach der Schweiz und Russland. Die in andern Ländern auftauchende Konkurrenz hat auch diesen einst so blühenden Gewerbszweig sehr herabgedrückt, so daß gegenwärtig vielleicht nur mehr 100 Arbeiter durch die oben genannten zwei Verleger beschäftigt werden. Bei der noch immer in größeren Maßstäbe sich entwickelnden Konkurrenz bleibt den Mittenwalder Geigenmachern nur ein Haltpunkt, der ihnen von keinem Konkurrenten entrissen werden kann: das herrliche Holz, welches ihre Umgebung noch immer, wenn auch nicht mehr im Nebenfusse wie früher, jedoch noch in langer ausreichender Quantität und Qualität erzeugt. Die Verleger müssen deshalb auch alle Hilfsmittel, welche ihnen der gegenwärtige Standpunkt der Technik an die Hand bietet, zu Hilfe nehmen, um vortreffliche Produkte für den möglichst billigsten Preis hervorbringen zu können. Damit aber unter einem so geartisten Fabrikbetriebe die Kunst

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