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Scan 103
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1des Geigenbaues von Seite der Arbeiter nicht zum gedankenlosen Handwerke gemacht werden könne, hat die väterliche Gnade Seiner Majestät des Königs Max II. in neuester Zeit für dauernde Festigung der überlieferten technischen Tüchtigkeit durch Gründung einer eigenen Geigenmacher-Schule gefördert. Es hätte in der Fabrikation der Geigen in Mittenwald, sonst ein Stadium eintraten können, wie bei der Uhren-Fabrikation im Schwarzwalde. Dort war vor einigen Jahren dieser Fabrikszweig beim Erlöschen nahe, und hunderte von Menschen auf dem Punkte, brodlos zu werden. Da nahm sich die Regierung des Jammers an, errichtete eine Uhrenmacherschule, regulierte die Handelsverhältnisse, und nun hat sich diese Uhrenfabrikation auf eine Höhe geschwungen, welcher sie früher auch in den blühendsten Tagen nie nahe gekommen war, und wie hätte nahe kommen können.
3Außer Matthäus Kloß sind zwar noch mehrere nicht unberühmte Geigenmacher dieses Namens bekannt, allein es herrscht in den Angaben über dieselben nicht immer die wünschenswerthe Übereinstimmung. Bei Gerber lautet die Nachricht über diese Lautenmacherfamilie kurz so: "Kloß, Geigenmacher aus Tyrol;" Schillings führt in seinem Lexikon nur seinen Kloß auf; Dr. Schebek hat in seinem Verzeichnisse keinen Joseph Kloß, welcher noch heute als Sohn und Schüler des Matthäus sehr geschätzt ist, dagegen aber einen Michael und Karl als Söhne des Egidius angegeben. Von Georg Kloß, welcher in Mittenwald um 1754 arbeitete und sehr schätzbare Instrumente lieferte, weiß man nicht, ob er Sohn oder Enkel des Matthäus gewesen sei, von welch letzterm die meisten Geigen aus den Jahren 1670
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