Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 105

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Matthäus Friedrich Scheinlein, geboren 1710, lebte zu Langenfeld in Franken als Violinist. Spät erst fing er an, sich mit dem Instrumentenbau, erst mit Reparieren, dann mit Fertigung neuer, sehr geschätzter Geigen, zu beschäftigen. Sein Sohn Joh. Michael lebte ebenfalls in Langenfeld als Instrumentenmacher. Seine Geigen sind sehr sauber und fleißig gearbeitet und verschafften ihm zu seiner Zeit vielen Ruf, da sie auch voll und angenehm im Tone waren. Er hatte das größte Stainer'sche Format gewählt, vermied aber die hohe Wölbung. Seine Instrumente zeigten sich übrigens zu schwach gearbeitet und waren nicht nachhaltig.
3Als weniger bedeutend sind diesen Meistern anzusehen: Thomas Edlinger in Augsburg und die Füssener Meister: Gugemos, Joh. Ant. Gedler (1756); Joh. Bened. Gedler (1796); Walbaner, Petz (1770), Franz Stok (1750—98) und Rutz; ferner Knitting in Mittenwald und Simon (1722) Jak. Weiß, Mayerhoff (1740) und G. Ferd. Wenger (1761) in Salzburg.
5Nach italienischen Mustern bauten folgende deutsche Meister:
7Franz Luypot aus Stuttgart, ein Schüler Stradivario's. Er arbeitete in seiner Vaterstadt von 1725—1760; und ist der Vater des gleichnamigen, berühmten Pariser Lautenmachers. Carl Ludw. Bachmann (1706), Hofinstrumentenmacher in Berlin und Kammermusiker. Seine Geigen haben vorzügliches Holz, Regelhaftigkeit und Dauerhaftigkeit der Arbeit und werden ihrer Vorzüglichkeit wegen überhaupt sehr geschätzt. J. a. g. (1774)

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