Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 133

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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11) die Saiten.
3Vitruv hat in seiner Architectur die Ausbreitung des Schalles in der Luft recht anschaulich mit folgenden Worten erläutert: „Der Ton ist ein fliegender Hauch, welcher die Luft erschüttert und sich dadurch unserm Ohre hundigt. Dabei bewegt sich die Luft in zahlreichen concentrischen Kreisen, gleich den Wellen des Wassers, in welches ein Stein geworfen wird. Diese (Wellen) schreiten ja auch in unzähligen Kreisen von ihrem Mittelpunkt nach auswärts, bis sie an einer Begrenzung des Raumes oder sonst einem Hinderniß aufgehalten werden. Allein im Wasser gehen diese Kreise nur in der Breite und in wagrechter Richtung fort, während der Schall in der Luft auch in der Höhe und Tiefe allmählig immer weiter schreitet.“
5Wie mit den Wellen eines Wasserspiegels nicht das Wasser selbst weiter fließt, sondern nur ein Bewegungszustand der Theilchen sich fortspflanzt, so ist es auch in den Schallwellen, mögen sie nun in der Luft, im Wasser oder im Erdboden sich verbreiten. Wie ein Stoss durch eine Reihe elastischer Kugeln, so eilt die Schallwelle von Schichte zu Schichte, eine nach der andern erschütternd und sie dann in lautloser Stille zurücklassend.
7Die Art und Weise, in welcher durch die Saite eine Lufterschütterung bewirkt und dadurch der Schall (Ton) erzeugt wird, läßt sich dem Auge am besten durch folgendes Bild versinnlichen:
9a d
10 f
11b c

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