Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 134

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Eine durch Spannung elastisch gemachte Saite a, f, b, wird durch eine Kraft aus ihrer geraden Lage in die gebogene a, c, b, gebracht. Sobald die Kraft, durch welche dies bewirkt wird, nachlässt, zieht sich die ausgedehnte Saite vermöge ihrer Elasticität wieder zusammen und sucht ihre vorige Lage einzunehmen. Ihre Geschwindigkeit nimmt dabei zu und ist am größten, wenn sie in der Lage a, f, b, angelommen ist. Darum kann sie in dieser Lage nicht plötzlich zur Ruhe kommen, sondern sie schwingt nun mit abnehmender Geschwindigkeit, bis sie in der Lage a, d, b, ankommt, wo ihre Geschwindigkeit gleich Null ist. Die Spannkraft setzt sie in dieser Lage abermals nach a, f, b, in Bewegung, sie schwingt wieder darüber hinans, bis ihre Geschwindigkeit abermals gleich Null ist u. s. f. — Diese Bewegung aus der Lage a, c, b nach a, d, b und wieder zurück nach a, c, b; heißt eine Oscillation, Vibration oder Schwingung, und die Zeit, während welcher diese Bewegung gemacht wird, heißt Schwingungszeit.
3Wenn man z. B. sagt, der Ton c habe 256 Schwingungen, so will dies sagen, daß eine Saite, wenn sie diesen Ton angibt, in einer Sekunde 256 solcher Oscillationen mache; denn bei Berechnung der Schwingungszahlen ist der Annahme gemäß die Sekunde als Zeiteinheit gesetzt.
5An der Saite, dem hier gedachten Mittel zur Ton erzeugung, sind die Bedingungen zu untersuchen, nach welchen sich Tonhöhe (Verschiedenheit der Töne), Tonstärke und Klangfarbe erzeugen.
7Die Tonhöhe hängt von der Länge, Dicke, Schwere und Spannung (Elasticität) der Saite ab.

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