Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 141

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Es wird so ziemlich jedem Violinspieler geläufig sein, daß bei rein und kräftig gespielten Doppelgriffen sich ein dritter Ton von selbst, und dem Ohre sehr vernehmbar, hören lasse, ein Ton, welcher von dem Spieler nicht beabsichtigt, folglich auch nicht gegriffen wird, ja, der mitunter nicht einmal in dem Umfange des Instrumentes liegt. — Dieselbe Erscheinung erzeugt sich auch bei dem harmonischen Zusammentingen von zwei Metallstäben, Flöten, Orgelpfeifen u. s. w., und bekanntlich hat das Genie des Alten Vogler daraus für die Orgel einen nicht unbe bedeutenden praktischen Nutzen zu schaffen gewußt.
3Die Entstehung der Combinationstöne erklärt sich auf folgende Art:
5Wenn der Unterschied der Schwingungszahlen zweier Töne so groß geworden ist, daß sie in ein einfaches harmonisches Verhältniß treten, so wiederholen sich die Coincidenzen der Schwingungen in den beiden parallel mit einander fortgegenden Wellenzügen so häufig, daß das Ohr nicht mehr die einzelnen Tonverstärkungen getrennt als Schwebungen unterscheidet, sondern diese in gleichen Zeiträumen wiederkehrenden Eindrücke sich zu einem dritten tiefen Ton, dem sogenannten Combinationston, verbinden.
7Bei Tönen von 400 und 500 Schwingungen, welche im Intervall der großen Terz stehen, fallen nach jeder vierten Schwingung des ersten und nach jeder fünften Schwingung des zweiten Tones die Bewegungen zusammen und verstärken sich, und dieses geschieht während einer Sekunde 100 mal. Dies hat zur Folge, daß außer den beiden genannten Tönen noch ein bunter

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