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Scan 143
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1sein, welche ja mit der Schwingungsbauer aufs Engste verknüpft ist.
3Zur Hervorbringung starker Schwingungen eignet sich überhaupt die Saite um so mehr, je mehr die ihr innenwohnende elastische Kraft durch Spannung erhöht wird. Ganz besonders aber zeichnen sich die bei den Streichinstrumenten verwendeten Därmsaiten durch eine sehr weite Elastizitätsgräne aus. Während Metallsäden meist schon reißen, ehe sie sich um 1/2 Prozent ihrer Länge gedehnt haben, vertragen jene eine Dehnung bis zu 5, ja bis 12 Prozent, und nehmen dann, wenn die Spannung wegfällt, ihre anfängliche Lage wieder an.
5Eine zu schwache oder zu starke Besaitung der Bionline bringt dem Ton derselben gleichmässigen Nachtheil. Jene verlangt einen zu geringen, diese einen zu großen Anspannungsgrad der Saiten; deshalb feßt jene der Kraft des Bogens einen zu geringen, diese einen zu kräftigen elastischen Widerstand entgegen, welchhalb auch die Nachtheile einer schachen Besaitung sich bei starkem, kräftigem Spiele, und jene einer zu starken Besaitung beim Pianospiele bemerkbar machen. Das Gefühl des geübten Spielers erkennt schon beim bloßen Niederdrücken der Saite auf das Griffbrett, und ohne Versuche mit dem Bogen, ob der Saite gerade jene Spannkraft gegeben sei, welche die Hervorbringung aller Nuancen der Tonstärke gestattet.
7Sowie nun die Zahl der Wellenschläge in der Zeiteinheit die Höhe und die Größe der Welle die Stärke des Tones bestimmt, so hängt der Toncharakter, die Klangfarbe von der Form der Welle oder von der Art ab, wie die Verdichtung abnimmt und in Verdün-
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