Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 145

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1beobachtete und von De la Lande beschriebene Verfahren hier mittheilen.
3Unter den Darmseiten für Violinen sind es die höchsten, die sogenannten Quinten, welche am schwierigsten zu verfertigen sind, und die besten, für Virtuosen allein brauchbaren kommen nur aus Italien. Alle Versuche, in nördlichen Ländern Quinten von der Güte, Zartheit und Gleichförmigkeit guter italienischer zu verfertigen, sind bisher fruchtlos geblieben und werden es wohl auch bleiben; denn es mangelt an dem allein tauglichen und darum unentbehrlichen Material — den geeigneten Därmen.
5Es ist eine theoretisch wohl begründete Erfahrung, daß überhaupt die Membranen von magern Thieren viel zäher sind als die von fetten. Es versteht sich jedoch dabei, daß das Thier gut und kräftig genährt, in Bezug auf seine Lebensweise dem Naturzustande so nahe als möglich stehen müsse; denn Magerkeit durch Aushungern oder schlechte Nahrung erzeugt, liefert ebenfalls so schlechte und noch schlechtere Membranen als die, welche von fetten, überfütterten Thieren herkommen.
7Die Neapolitaner verarbeiten zu Quinten nur Därme von Lämmern, welche zwischen 7—8 Monaten stehen; über ein Jahr dürfen sie in keinem Falle alt sein. Därme von so jungen Lämmern wären natürlich in keinem Theile von Deutschland in hinreichender Menge aufzutreiben, da bei uns Lämmer in diesem Alter höchst selten geschlachtet werden.
9In Frankreich und Deutschland nimmt man Hammels- und Kalbsdärme, welche alle viel zu dick sind,

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