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Scan 147
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Stunden in frisches Wasser, das öfters erneuert werden muß.
3Auf einem etwas geneigten Brett zicht man die macerirten Eingeweide unter dem gerundeten Rücken eines Messers vom dünnen Ende nach dem breiten, wo durch sich die Oberhaut in langen Streifen ablöst, aller Schleim aus dem Innern entfernt wird und der Darm in ein durchsichtiges Häutchen verwandelt wird.
5Diese Operation bildet nur die Vorarbeit zur eigentlichen Präparation des sogenannten Saitlings.
7Diese eigentliche Präparation geschieht durch ein Beizmittel (in den italienischen Fabriken aqua forte genannt), welches in verschiedenen Ländern verschieden ist und verschieden sein muß. In Italien bedient man sich hiezu der mit Wasser verdünnten Weinhefe.
9Nach De la Lande's Angabe schmeckt diese Lösung schwach alkalisch. Da die Hefe im frischen Zustande sauer reagirt und erst nach eingetreterner Zersetzung alkalisch, so muß vor dem Maceriren der Gebärme die Zersetzung der Hefe eingeleitet werden. Dieses letzte Beizen dauert in Italien 8 Tage. Man beginnt mit der allerschwächsten Lauge und steigt so immer mit stärkerer Lauge. Gerade in diesem Beizmittel und der verschiedenen Stärke, in welcher es angewendet wird, liegt das Geheimniß der italienischen Saitensfabrikation. Die schwächste Lauge besteht nach De la Lande's Angabe aus 200 Maß Wasser und 4 Pfund Hefe, die stärkste aus 20 Pfund Weinhefe- und 200 Maß Wasser.
11Man nimmt immer nur zehn Stücke der Saitlinge und legt sie in die schwächste, Lauge die man des Tages viermal wechselt, während man die Gebärme aus dem
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