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Scan 148
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Gefäße nimmt, fleißig durch einander rüttelt und dieselben eine Stunde an der freien Luft hängen läßt. Mit jedem Tage wird die Lauge verstärkt angewendet, bis man am achten Tage die stärkste oben beschriebene Lauge gebraucht. Während dieser Operation werden die Saitlinge immer reiner und klarer, quellen immer mehr und mehr auf, und schwimmen endlich auf dem Wasser. Dies ist der Zeitpunkt, in welchem sie ohne Zaudern gesponnen werden müssen, nachdem sie zuvor in frischem Wasser von aller Lauge befreit worden sind.
3Englische, französische und deutsche Fabrikanten nehmen statt der Weinhefe Pottaschenlösung aus 30 Pfund Wasser und 16 Loth Pottasche, die im Notfall mit etwas Maun geklärt wird. So oft man diese Lauge erneuert, werden die Därme stets über einen messingenen Schneiderfingerhut bei aufgelegtem Zeigfinger gezogen und tüchtig ausgestreift. Die Operation des Beizens geht auf diese Art zwar schneller, ob sie aber denselben Effect hat wie die italienische, das ist eine andere Frage.
5Zum Drehen bedient man sich eines gewöhnlichen Seilerrades von drei Fuß Durchmesser. Man muß während des Drehens großes Augenmerk auf die Saite haben, und stets mit den Fingern über die Saite hin- und herfahren, um allenfallsige Unebenheiten auszugleichen und die Saite vollkommen cylindrisch zu erhalten.
7Zu den höchsten Mandolinsaiten nimmt man 2 Saitlinge, zu den Violinquinten 3 auch 4, zu a etwa 4, zu d 6—7—9. Zu Violoncell-Saiten, z. B. zum D, 24 und zu Contrabasssaiten 120. Je dünner die Saite ist, desto stärker muß sie gedreht werden. Wie die
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