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Scan 149
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Beize, so gibt man den Grad der Drehung, welche die Saite erhalten soll, nur successive auf zwei-, drei-, ja viermal.
3Um die Saiten nach jeder Drehung und überhaupt in dem Zustande der Drehung fest zu halten, während sie noch nass sind, werden sie auf einen Holzrahmen gezogen, der 5 Fuß lang und 2 Fuß breit ist. Auf der schmalen Seite ist er mit hölzernen Pflockchen bespickt. Man befestigt eine Saite an dem ersten Pflockchen oder Häckchen des Rahmens und zieht sie dann über die übrigen Pflockchen mäßig gespannt hin und her, so weit sie eben reichen will.
5Haben die Saiten die erste gelinde Drehung erhalten, so nimmt man sie an dem einen Ende wieder von der Spindel (das andere bleibt stets am ersten Pflocke des Rahmens hängen) spannt sie wieder auf den Rahmen und bringt sie nun in die Schwefelkammer, welche gewöhnlich 12 Fuß in's Gewirte hat. Sie wird mäßig geheizt, daß die Saiten in 24 Stunden etwas, aber ja nicht ganz trocken sind.
7Sind die Saiten halb trocken, was nach ungefähr 12–14 Stunden der Fall ist, so zündet man in der Kammer in einer Schale 2 1/2 Pfund Schwefel an, der ungefähr 6 Stunden brennt. Nach etwa 24 Stunden nimmt man die nun weisse Saite aus der Kammer, hängt sie wieder an die Spindel des Seilerrades und gibt ihr eine weitere oder die letzte Drehung. Hierauf glättet man sie, indem man Schnüre von Pferdhaaren um die Saite wickelt und damit andruckend an der Saite auf- und abfährt. Bei starken Saiten wiederholt man die Schwefelung, Drehung, Glättung noch
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