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Scan 154
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1„Die Saiten mit ächtem Silberdrath sind den andern vorzuziehen, weil sie einen hellern Klang*) haben, nicht wie jene Grünspahn ansehn und nicht durch längern Gebrauch roth und unscheinbar werden.
3„Die Güte einer übersponnenen Saite beruht auf Folgendem: 1) daß dazu eine Saite, die glatt, ohne Knoten und rein im Ton ist, ausgemahlt; 2) daß sie vor dem Ueberspinnen gehörig ausgedehnt und 3) recht gleichmäßig und weder zu fest noch zu lose besponnen werde. Ist eine Saite zu fest besponnen, so spricht sie schwer an und bleibt rauh im Ton, auch wenn sie lange gespielt wird; ist sie aber zu locker besponnen, so wird sie beim Eintrocknen der Darmsaite dann drathlos und gibt dann einen singenden Beiton.
5„Da zu den zum Verkauf bestimmten übersponnenen Saiten gewöhnlich die schlechtesten Darmfalten ohne alle Auswahl genommen werden, und diese aber in der Regel wenig taugen, so wird man wohl thun, selbst einige reine Züge unter seinen Saiten nach der weiter unten mitgetheilten Methode auszusuchen und unter seiner Aufsicht überspinnen zu lassen. Um ihnen die vor dem Bespinnen nötigste Ausdehnung zu geben, ziehe man sie neben einander auf eine nicht im Gebrauche befindliche Bioline, stimme sie in das zweigestrichene e und erhalte sie einige Tage in dieser Stimmung.
7„Die Stärke der vier Saiten, wie sie das zu besai- tende Instrument verlangt, sowie das Verhältniß ihrer Stärke untereinander, kann nur durch Versuche aufge- funden werden."
9*) Was den helleren Klang solcher Saiten anlangt, so sind manche Künstler der gegenheiligen Meinung.
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