Books › Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864 › scan 163
Scan 163
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
10 lines. Read by computer on 1 October 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1etwa 14mal schwerer ist als Fichtenholz, und daß er, so dünn ausgearbeitet, um nicht durch sein Gewicht beschwerlich zu fallen, nicht den weichen und doch kräftigen Klang des Holzes, sondern einen klirrenden Ton gibt.
3Eine weitere Eigenschaft, die das Fichtenholz vor jenen Körpern auszeichnet, ist seine faserige Beschaffenheit, durch welche die Vibration nach einer bestimmten Richtung ungewöhnlich beschränkt wird.
5Savart misst die Elasticität des Holzes nach der Geschwindigkeit, mit welcher sich der Ton in demselben fortplantzt. Diese Geschwindigkeit findet er bei Fichtenholz parallel mit den Fasern eben so groß, wie bei denjenigen festen Körpern, wie Glas und Stahl, wo sie am größten ist, nämlich 15—16 1/2 mal so groß, als die der Luft, welche als Einheit angenommen wird. Senkrecht gegen diese Fasern sey die Geschwindigkeit viel kleiner, nur 2—4, je nachdem die Fasern schmal oder breit sind, bis 5 steige sie niemals.
7Die weiteren Consequenzen, welche Savart aus seinen Versuchen zieht, übergehend, erwähnen wir sogleich der praktischen Ratschläge, welche Dr. Schafhäutl für die Auswahl eines guten Resonanzholzes gibt.
9Das Resonanzholz wird von der Fichte und von der Tanne genommen. Selbst der wissenschaftliche Name dieser Waldbäume ist indessen noch so wenig fest bestimmt, daß, wenn man den systematischen Namen eines dieser Radelhölzer anführt, man sogleich den Namen des Autors hinzufügen muß, der ihn beschrieben hat, um nicht in Gefahr zu gerathen, einen ganz andern Baum bezeichnet zu haben, als den, den man eigentlich zu bezeichnen wünschte. Noch schlimmer sieht
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.