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Scan 166
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Rauscher schon gesprochen. Löst man indessen die Rinde ab, so ergibt sich sogleich ein sehr charakteristisches Merkmal. Die Oberfläche des eigentlichen Fichtenstammes ist nämlich stets eben, die der Haselfichten der Länge nach stark gerunzelt. Die Eindrücke zwischen den Längenrunzeln sind etwas weilig und 1—2 Zoll, auch mehrere Zoll lang. Es sind diese Runzeln durch eine Faltung der Jahresringe entstanden, und es hat das Ansehen, als ob die Rinde selbst so fest und un nachgebend gewesen wäre, daß der neue sich ansetzende Jahresring nicht Raum genug zu seiner Entwicklung gehabt hat, und genötigt gewesen ist, sich zu falten. Diese Faltung tritt auch auf dem Stirn- (Hirn-) Holzschnitte in den Jahreslinien der meisten Ringe hervor.
3Ein Brett aus dem Stamme geschnitten zeigt, es mag nun klarjährig oder grobjährig sein, neben schönen, ausgeprägten Jahren vorzüglich seine schon erwähnten, durch eigenthümlichen Glanz hervortretenden Flecken, Spiegel genannt, welche desto größer und breiter werden, je grobjähriger das Holz wird.
5Die Jahre sind sehr rein, aber zwischen zwei sogenannten Spiegeln immer etwas von der geraden Linie abweichend und zwar in sehr kurzen aber ziemlich deutlichen Krümmungen. Ueberhaupt treten die Verbindungstafeln der Markstrahlen zwischen den Jahren sehr bemerkbar und glänzend hervor, und kein Holz wird gutes Resonanzholz sein, welches die Markstrahlen nicht schon mit freiem Auge als seine Querslinien, unter der Lupe aber als breite, starke, glänzende Bänder erkennen läßt.
7Haselfichtenholz, das in tiefen, vor Stürmen und
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