Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 169

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1ital. Lindenholzes hat, ist ausdrücklich angemerkt, daß dasselbe ein entschieden viel härteres Holz sey.
3Buillaume berichtet: „Das Ahornholz, deffen sich die alten italienischen Lautenmacher bedienten, kam aus Croatia, Dalmatien und selbst aus der Türkei. Man schickte es nach Venedig, in der Gestalt von Rubern, deren man sich an den Galeeren bediente; und die Türken, die, wie man sagt, beständig mit den Venetianern rivalisirten und sie oft bekriegten, sorgten dafür, daß nur sehr gewässertes (ondé) Holz ausgewählt wurde, damit es um so schneller breche. Aus diesen Holztheilten, für die Ruberknechte bestimmt, wählten die italienischen Lautenmacher, was ihnen entsprechend schien, zur Fabrikation der Geigen. Das Tannenholz, welches die Lautenmacher von Cremona gebrauchten, wurde auf dem südlichen Abhange der italienischen Schweiz und von Tyrol genommen.“
5Unsere neuern Instrumentenmacher verarbeiteten zu Boden und Zargen allgemein Ahornholz und zwar nach dem Vorbilde der alten Meister am liebsten solches, welches recht breit gesämt ist, weil diese Eigenschaft die Schönheit der Instrumente erhöht. Man ist gegenwärtig der Überzeugung, daß das Bodenholz ohne Flammen dem Tone am günstigsten sey.
7Der Schnitt des Holzes zum Boden ist nicht immer gleich. Zumeist ist das Holz nach dem „Spiegel“, d. i. senkrecht gegen die Jahrringe, aber längs derselben geschnitten; dann treten diese bei Tannen- und Fichtenholz auf dieselbe Weise, wie bei den Decken hervor, während an einem nach der „Schwarte“, d. i. parallel mit den Jahressringen geschnittenen Bodenbrette eine

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