Books › Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864 › scan 170
Scan 170
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
8 lines. Read by computer on 1 October 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1mehr wellenähnliche Zeichnung zum Vorschein kommt. Bei Ahornbrettern, welche nach dem Spiegel geschnitten sind, werden die Flammen, welche am Boden und an den Zargen den Instrumenten ein so schönes Aussehen verleihen, am deutlichsten sichtbar.
3So angenehm, weich und rund der Ton an alten Instrumenten klingt, die einen weichen und speziell einen aus ganz gleich wie die Decke geschnittenen Fichtenbrettern bestehenden Boden haben, so ist er doch nicht so mächtig und weittragend, wie an solchen, wo der Boden aus Ahorn ist. Der Ton gewinnt vielmehr alsbald an Kraft, wenn der weiche Boden entfernt und durch einen aus Ahorn ersetzt wird.
5Dieser Umstand beweist, daß der Boden eine von der Decke theilweise verschiedene Bestimmung zu erfüllen hat. Die Vibration ist bei demselben nicht die Hauptfache, sie bildet gewissermaßen nur einen Nachhall von jener der Decke. Eine gleich heftige Vibration des Bodens wirkt, wie es scheint, auf die durch die vibrierende Decke in der Luft erzeugten Tonwellen störend ein. Man ist deshalb zu dem Schlusse gelangt, daß die Aufgabe des Bodens zum Theil darin bestehe, der durch die heftigere Vibration der Decke erzeugten Erzitterung der Luft im Resonanzkörper Widerstand zu leisten, welcher Widerstand aber ein gewisses Maß nicht überschreiten darf, damit anderseits die Vibrationsfähigkeit des Bodens nicht allzusehr gehemmt werde.
7Die Verarbeitung des Holzes zu Decken und Boden hat erfahrungsgemäß nach ziemlich genau festgestellten Regeln zu geschehen; denn bei keinem Instrumente beruht seine Wirkung so sehr auf mathematisch richtigen
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.