Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 172

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Dicke durch Wirkung des Alters oft auf 3,5 mm herab. Von dieser Scheibe ab muß das Holz an Stärke gegen die Ränder zu und in einem den kleinen Schallpunkt umschließenden großen Zirkel (oder Ellipse), großer Schallpunkt genannt, abnehmen, und darf hier nur die Hälfte obiger Dicke betragen.
3Aber auch hier ist das Gesetz der Abnahme verschoben. Die italienischen Instrumentenmacher ließen von dem obigen Schallkreise aus kreisförmig bis an den Rand bei der geringsten Breite der Geige das Holz bis auf 3/4 oder 1/2 der Dicke abnehmen und behielten diese Dicke für den übrigen Theil der Decke nach den Backen zu bei. *)
5Mehrere deutsche und auch französische Geigenmacher, z. B. Vuillaume, behielten die ganze mittlere Holzstärke in der Mittellinie der Geige durch die ganze Deckenlänge, wofür man als Grund angibt, daß die Geige in dieser Richtung der größten Stärke bedürfe, um dem Saitenzuge zu widerstehen. Dabei ließ Vuillaume das Deckenholz nach den Saiten oder Backen zu regelmäßig bis auf die Hälfte der Hauptstärke abnehmen. Stainer arbeitete seine Decken trotz ihrer hohen Wölbung sehr dick, ließ aber das Holz nach den Backen zu rasch abnehmen, so daß die Ränder sehr dünne wurden. Seine Schallpunkte bilben statt eines Kreises eine Ellipse, deren längere Achse in die Längenrichtung der Geige
7*) Vuillaume behauptet, Stradivario hätte die Decke durchaus gleich ausgearbeitet. Diese Behauptung wird aber von Kennern eben so wenig, wie manche andere dieses übrigens höchst verdienstvollen Geigenbauers, geheilt.

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