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Scan 173
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1fällt. Bei vielen, vielleicht noch unveränderten Instrumenten Hieronymus Amati's ist die lange Achse der Ellipse des Schallkreises so lang als der Balken.
3Es ist möglich, daß Instrumentenmacher wie Buil-Laume, welche die mittlere Holzstärke durch die ganze Mittellinie der Geige behielten, von der Annahme ausgingen, dadurch die Widerstandsfähigkeit der Decke gegen den Saitenzug und gewissermaßen ihre Dauerhaftigkeit zu vermehren. Richtig ist aber diese Voraussetzung jedenfalls weder für diesen Zweck noch für die Erreichung eines guten Tones. Die Bauart Stainer's allein schon, abgesehen von den Italienern, würde den Gegenbeweis für die Notwendigkeit eines solchen Verfahrens liefern. Die Widerstandsfähigkeit der Decke in ihrer Längenrichtung wäre auch bei viel geringerer Holzstärke durch den Gegenbruch des Steges hinlänglich gesichert. Diese Widerstandsfähigkeit, die Elasticität der Decke, hat ihre Bedeutung jedenfalls nur darin, inwiefern sie dem Drucke des Steges eine verhältnismäßige Kraft entgegengesetzt. Dass die alten Meister weder in der Mitte der Deckenlänge, noch sonst anderswo, sondern gerade da die größere Holzstärke anwenden, wo der Steg auffügt, wo die Decke unmittelbar die Stöße der Saitenschwingungen empfängt, mag seinen Grund viel mehr in der Absicht haben, die möglichste Gleichförmigkeit der Fibration an allen und auch jenen Punkten der Decke zu erzielen, welche der unmittelbaren Einwirkung des Steges entfernt und entfernter liegen.
5Auch die Stellung und sogar die Form der sogenannten F-Löcher ist von der entschiedensten Wichtigkeit. Gerade bei ihnen zeigt sich, wie sehr selbst die be-
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