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Scan 174
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1rühmtesten Musiker bei ihren Experimenten und Versuchen das Wesen im Bau der Geigeninstrumente und der Wirkung der einzelnen Theile so ganz unbeachtet gelassen haben. Die Meisten betrachteten sie als bloße Öffnungen, um die Luft mit dem Schalle aus dem Innern der Geige herauszulassen. Allein sobald man diese sogenannten Kommunikationswege an einem andern Theile des Corpus anlegte, oder auch nur ihre Form veränderte, war auch der größte Theil des eigentlichen Geigentones verloren. Der berühmte Savart, welcher eine viereckige Geige mit geraden Schlitzten statt der F-Löcher bauen ließ, hatte bei seiner Thee bloß zwei schwingende Bretttchen im Auge, auf welche die Vibrationen durch einen vertikalen Stab übergetragen wurde.
3Antonio Bagatella hat in seiner 1782 von der Akademie zu Padua gekrönten Preissschrift geometrische Regeln zur Herleitung sämtlicher Dimensionen bis zu den kleinsten, scheinbar unbedeutendsten Theilen der Violine gegeben. Diese Regeln, von welchen Zamminier sagt, daß sie für das Instrument dasselbe seien was der Kanon des Polyklet für die menschliche Gestalt ist, und welche der Verfasser als die Frucht einer dreißigjährigen Erfahrung und Uebung bezeichnet, teilen wir hier je nach Bedürfniß theils wörtlich, theils im Auszuge mit.
5"Man ziehe eine Linie, so lang als man das Instrument haben will, und diese theile man in 72 gleiche Theile. Dies ist der Grund zum ganzen Werke. Daher muß diese Eintheilung sehr genau und sorgfältig gemacht werden, indem hievon alles abhängt. Durch diesen Diameter der ganzen Geige ziehe man horizontal
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