Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 188

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Form hat, so gibt die Violine fast gar keinen Ton; dieser tritt wieder hervor, wenn man die Fäße des Steges auschneidet, und mit jeder weiteren Annäherung an die gebräuchliche Form gewinnt der Ton an Kraft. — Unzählig mögen die Versuche gewesen sein, aus welchen die endliche Vollkommenheit dieses eben so unscheinbaren als höchst wichtigen Bestandtheiles der Violine hervorging. Abgesehen von der unendlichen Anzahl verschiedener Formen von Stegen, wie wir sie an Monumenten und alten Zeichnungen wahrnehmen, bietet das, was Duillaume in dieser Richtung mittheilt, allein schon Interesse genug. Fig. 20 gehört einer 7-saitigen Violine an und ist nur an beiden Seiten eingeschnitten; Fig. 21, vielfach ausgeschnitten; ist von einer 5-saitigen Violine; Fig. 22 ist der Steg einer Geige kleinen Formates aus der alten Schule des Anton Amati; Fig. 23 war auf einer Geige von Nikolaus Amati. Diese beiden letzteren gehören schon der festgefaßten Form des Steges an, zeigen aber in Hinsicht der Anzahl und Richtung der Schnitte immer noch Abweichungen an: Straduarius ist's, der die gegenwärtige Form entscheidend festgefaßt hat. (Fig. 24).
3Die Versuche, einem Instrumente einen Steg anzupassen, sind mit Fleiß, großer Aufmerksamkeit und Ausbauer vorzunehmen, und können nicht eher beginnen als bis die Stimme bereits ihren richtigen Standort beheimatet hat. Das Zurichten von Stimme und Steg muß dem Violinspieler geläufig sein, weil es, wie schon angeboten, für den Ton des Instrumentes von höchster Wichtigkeit ist. Die Instrumentenmacher mögen sich in der Regel mit fremden Instrumenten wenig Mühe

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