Books › Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864 › scan 191
Scan 191
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
9 lines. Read by computer on 1 October 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1Kraft gehoben werden, damit der scharfe Rand der Füße keine Einschnitte in den Lack der Decke mache.
3Der Hals
4wird ebenfalls aus Ahornholz gemacht. Derselbe wird bloß durch Anleimen, nicht mittelst eines Nagels oder einer Schraube befestigt. Der festeste Haltpunkt für den Hals bildet die Platte, eine Fortsetzung vom Boden, welche so groß ist, daß sie die untere Fläche des Hakens bedeckt.
6Das beste Holz zum Griffbrett ist Ebenholz. Jedes andere, nicht so harte Holz greift sich durch das Spielen schneller aus, d. h. es bekommt durch den Druck der Saiten jene Lücken und Vertiefungen, die jedem Violinspieler bekannt sind. Das Griffbrett bekommt eine der Rundung des Steges ähnliche, jedoch etwas flachere Wölbung.
8Spohr sah an Bernhard Romberg's Violoncell eine von diesem erfundene eigenthümliche Einrichtung des Griffbrettes, die er ihrer Zweckmässigkeit wegen auf seine Violine übertrug und in folgender Weise beschreibt: "Auf dem Griffbrette meiner Geige befindet sich unter der G-Saite eine Vertiefung die nach dem Sattel hin allmählig flacher und schmaler wird. Sie gewährt den Vorteil, daß der G-Saite für ihre weiten Schwingungen ein grösserer Abstand verschafft und dadurch das übelklingende Auffschlagen der Saite bei starken Bogenstrichen vermieden wird, während die D-Saite, bei kleineren Schwingungen, dem Griffbrett so nahe liegt, daß sie ohne große Anstrengung niedergedrückt und bis in die Höhe zu zarter Ansprache ge-
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.