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Scan 203
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Hauptbestandthelle des thierischen Hirtgewebes; Mark, Rinde und Oberhaut; in einer ähnlichen Anordnung zeigt, wie das Haar anderer Säugethiere. Beim Streichen des Haares kommt das Oberhäutchen vor Allem in Betracht, da es die Rinde allenthalben schütt und bieße erst nach völliger Zerstörung und Ablösung der oberflächlichen Schutzlage frei zu Tage legt. Betrachtet man diese oberflächliche Schichte ohne alle Präparation des Haares, so gewahrt man schon bei einer Vergrößerung von 8—100 nekßförmige Zeichnungen, welche den Contourelinien von Dachziegeln gleichen und den ähnlich geordneten Hornschüppchen oder Platten des Oberhäutchens entsprechen. Man überzeugt sich mit einer Vergrößerungskraft von 380, daß diese Hornplättchen derart geordnet sind, daß je ein unteres Plättchen mit seinem oberen Rande den untern Rand des nächsten oberen Plättchens deckt, ungefähr wie die jungen Blätter einer noch nicht zum völligen Aufbruch gelangten Knospe mit ihren Spitzen einander übertragen. Ein abgeschabtes Fragment des Oberhäutchens zeigt daher einen sägezähnigen Rand mit abstehenden feinen Zacken, welche den von der Haarwurzel abgekehrten Spitzen der Hornplättchen entsprechen. Beim Strich des Haares, von der Wurzel nach der Haarspitze geführt, gleitet man leicht über die dem Gefühl kaum wahrnehmbaren Absätze der einzelnen Schüppchen hinab, welche als mikroskopische Terrassen betrachtet kaum mehr als die Decke eines Schüppchens, also etwa 0,002 Millimeter betragen; der in verkehrter Richtung geführte Streich hingegen muß die abstehenden Spitzen der Hornplättchen aufrichten, bei wiederholter Bewegung in diesem Sinne aufreissen
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