Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 204

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1und teilweise abschütteln, endlich aber das Oberhäutchen ganz und gar abschuppen, worauf die bloßgelegte Rinde des Haarschaftes an die Reihe kommt und der Auffassung ausgefetzt wird.
3Es unterliegt keinem Zweifel, daß gerade die schuppige Beschaffenheit des Oberhäutchens es ist, welche das Mohhaar zum Anstreichen der Saiten so geeignet macht. Wäre dasselbe ganz glatt, so würde man viel größere Mühe haben, die Saitte mit dem Bogen in eben so energische und gleichmäßig anhaltende Schwingungen zu versetzen; dieselbe Wahrnehmung zeigt sich, wenn die Haare bereits längere Zeit gebraucht worden sind. Die Haare wollen dann ungeachtet alles Bestrechens mit Kolophonium nicht mehr packen, sie sind, wie man sich auszudrücken pflegt, „abgespielt“ und müssen sofort durch frische ersetzt werden. Der Moment, wo das Haar sich als abgespielt darstellt, tritt ohne Zweifel dann ein, wenn die Hornplättchen des Oberhäutchens sich bereits abgeschält haben und die Rinde und selbst das Mark des Haares bloßgelegt ist.
5Die verschiedene Lagerung der Hornplättchen je nach der Richtung, sowie der ungleichartige Widerstand, welcher in Folge dessen dem Striche entgegengesetzt wird, macht es räthlich, die Haare nicht nach einer Richtung in den Bogen einzuziehen. Würde der ganze Haarbüschel z. B. bei der Haarwurzel in den Frosch eingesetzt, wo sodann das untere dünnere Haarende in die Spitze des Bogens käme, so wäre natürlich der Herunterstrich wegen der gegen die Spitze zugeführten Hornplättchen viel leichter als der Aufstrich; die Saiten aber würden durch letzteren mehr gepackt, als durch den Herunterstrich; jeden-

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