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Scan 205
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1falls entstünde daraus eine der Ausgeglichenheit des Spiegels nicht eben förderliche Ungleichmässigkeit. Um dies zu vermeiden, ist es gut, den Haarbüschel in zwei, der Zahl der Haare nach ganz gleiche Hälfte zu teilen, diese Hälfte an ihren verkehrten Enden zusammenzulegen und nach vorausgegangener Mischung die Haare in dieser Lage in den Bogen einzumachen.
3Man bestimmt die Anzahl der Haare für einen Bogen durch Zählen oder durch das Gewicht oder durch beides zugleich. Im vorigen Jahrhundert nahm man in Frankreich 80—100 Haare. Gegenwärtig wechselt diese Zahl zwischen 175 und 250.
5Die Haare müssen wenigstens 26 Zoll lang sein. Tourte pflegte bei der Auswahl der Haare mit der umständlichsten Sorgfalt zu Werke zu gehen. Er gab den französischen Haaren den Vorzug, weil sie stärker sind als diejenigen, welche der Handel aus andern Gegenden bringt. Zuerst wusch er sie in Seifenwasser, um sie von Fett zu reinigen; dann in Kleienwasser, und endlich entfernte er noch etwa hängen gebliebene, fremdartige Theile dadurch, daß er die Haare in reines, etwas blau gefärbtes Wasser tauchte. Seine Tochter war fortwährend mit dem Auslesen dieser Haare beschäftigt, um diejenigen zu entfernen, welche nicht vollständig cylindervormig und weniger lang waren; denn von unausgesuchten Haaren kann man höchstens 1/10 zu gutem Gebrauch herausfinden, da die meisten eine flache Seite haben und unzählige Ungleichheiten darbieten.
7Es versteht sich von selbst, daß die Haare beim Einziehen so gleichmäßig als möglich angespannt sein
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