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Scan 21
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Instrumente überhaupt zu suchen sei. Eine andere Frage ist, wann wohl dieselben im Abendlande in Gebrauch gekommen sein mochten.
3Auf dem europäischen Continent kommt vor Ende des 8. oder vor Anfang des 9. Jahrhunderts keine Spur von dem Bestehen der Streichinstrumente vor; aber ein Dichter, Venance Fortunat, Bischof von Poitiers, gestorben um 609, von dem man glaubt, daß er seine elegischen Gedichte gegen 570 gemacht habe, sagt uns, daß der erwth oder Crouth der walliser Barben damals bekannt war, und daß er wahrscheinlich schon lange vorher in England bestand. Der Dichter drückt diesen barbarischen Namen durch chrotta in folgendem Vers aus:
5Romanusque lyra plaudat tibi, Barbarus harpa,
6Graecus achilliaica, chrotta Brittanna canat.
8Der Römer lobt dich auf der Leier, der Barbare singt dir mit der Harfe, der Griech mit der Cyther, der Brittanier mit dem Crouth.
10Gegen Mitte des 5. Jahrhunderts haben sich bekanntlich die Sachsen eines Theiles von England bemächtigt, denn sie denn auch sofort eine Verfassung gaben. Man könnte geneigt sein zu glauben, daß sie auch den Crouth nach England gebracht hätten. Diese Annahme verliert jedoch an Wahrscheinlichkeit, wenn man bedenkt, daß die Walliser den Sachsen nie unterworfen waren, der Crouth andern Völkern Englands durch eine lange Zeit ganz unbekannt blieb und sich auch später fast nur im Walliser Lande im Gebrauche erhielt. Die gelehrte Forschung dagegen hat die indogermanische Abkunft der Walliser mit möglichster Bestimmtheit nachgewiesen, und man hat daher auch keinen Grund, einer Meinung entgegen zu treten, welche die ursprüngliche Heimat des
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