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Scan 26
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1sich thas ouh al ruarit, thaz organa fuarit
2lira, ioh fidula, ioh managsaltu suegula.
3Da rührt sich auch Alles, was Instrumente führet,
4Leyer und Fiedel und manngfaltige Pfeifen.
5macht hierin die einzige uns bekannte Ausnahme. Hier erscheint der Name „Fiedel“ zuerst. Es ist schwer einzusehen, warum Manche in dieser fidula Ottfried's nicht ein Saiteninstrument, sondern die fidicula der Alten sehen wollen.
6Die älteste Abbildung des Rebek's wurde von Abt Gerbert einem Manuscript vom Anfange des 9. Jahrhunderts entnommen. (Fig. 6.) Es hat nur eine Saite; die halbmondsförmigen Schalllöcher sind in die Tafel eingeschüttet, und die Saite liegt auf dem Steg auf. Ein Theil des Griffes scheint erhabener als die Tafel.
7In den nächstfolgenden Jahrhunderten hatte das Rebek 2 oder 3 Saiten. Wenn ihm der Maler oder Bildhauer 4 Saiten gibt, so liegt dies in der Unachtsamkeit oder Unkenntnis des Darstellers. Ein und dasselbe Instrument wird auch manchmal bald mit, bald ohne Bogen abgebildet, bald unter diesem oder jenem Namen angeführt. Auf eine Genauigkeit im wahren Sinne ist hier überhaupt nirgend zu rechnen.
8In Rotter's*) Psalmenbuch (aus dem 10. Jahrhundert) findet sich die Abbildung des Rebek mit dem
10*) Rotter, ein Mönch zu St. Gallen, starb 1022. In dichterischer und musikalischer Begabung übertragt er alle seine Zeitgenossen. Manche seiner Lieder haben eine selteue Berühmtheit erlangt, und das Volk, von der Macht seiner Gesänge ergriffen, behauptete, er züchtige die Dämonen mit knorrigem Haselstäbchen so lange, bis sie ihm die schönsten Weisen offenbarten.
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