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Scan 28
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1zierlich ausgeschnitten, sich gegen den Hals hin immer mehr verjüngend. Die flache Resonanzdecke ist eben und reicht bis in den Hals. Die Statue ist von der alten Kirche in die neue übertragen worden, stammt also wohl aus dem 11. Jahrhundert.
3Im Innern der Abtei St. Germain des Prés in Paris, wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert, ist ein bärtiger Mann aus Stein gehauen mit einer fünfsaitigen großen Violine in der Linken, welche er mit dem Bogen in der Rechten streicht. Der Körper der Geige ist lang gezogen, elliptisch, nicht ausgeschnitten, mit zwei länglichen, etwas nach innen zu gekrümmten Schalllöchern über dem Stege versehen. Der Rand ist wie bei manchen Mandoren mit Elfenbein oder Perlmutterplättchen belegt.
5Drei Figuren an dem alten Portal der Abtei St. Denis, im 12. Jahrhundert erbaut, zeigen Violen mit 5 und 3 Saiten; ebenso hat das Portal von Notre-Dame zu Chartres, aus derselben Zeit, unter seinen Sculpturen eine Violine mit 3 Saiten. Auch hier fehlt der Steg nirgend.
7Fig. 8 stellt die Violine dar, wie sie auf Glasmalereien und in den Vignetten von Pariser Handschriften aus dem 13. Jahrhundert erscheint. Hier nähert sich das Rebe schon der heutigen Geigenform. In der Mitte der Zargen deuten sanfte Einbiegungen bereits die Mittelbiegel an, und die F-Löcher vertreten halbmondförmige, einander zugekehrte Ausschnitte. Der Bogen aber hat noch dieselbe, der gleichnamigen Waffe ähnliche Gestalt, wie jener in Notkers Psalmenbuch.
9In dem böhmischen Museum zu Prag wird ein Per-
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