Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 30

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1In einem Manuscript aus dem 14. Jahrhundert in der k. Bibliothek zu Paris findet sich eine Zeichnung, das Bild einer zu Pferde sitzenden Dame vorstellend, welche eine dreisaitige Geige spielt. Hier lehrt das Profil, daß dieses Instrument sogar die Schnecke unserer heutigen Geigen besaß.
3In der Burg Carlsstein in Böhmen, die in der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde, gibt es Abbildungen von Bogeninstrumenten, welche fast gänzlich die heutige Geigenform an sich tragen; ein Beweis, daß der Geigenbau vom 13. zum 14. Jahrhundert rasche Fortschritte gemacht haben mußte.
5Außer den genannten ließen sich noch an zahlreichen andern Denkmälern das Bestehen und die Fortschritte des Geigenbaues nachweisen. Es ist indes beflogenswerth, daß wir die Belehrung über eben diese Fortschritte bis zum Schlusse des 15. Jahrhunderts fast nur aus zufällig erhaltenen Ueberresten der bildenden Künste schöpfen müssen, bei deren Schätzung noch dazu nicht selten sehr verhängnißvolle Täuschungen mit unterlaufen. Wie dankbar man sich auch immer für diese Fingerzeige der Alterthumskunde verpflichtet fühlen mag, so muß es doch Befremden erregen, daß uns Nachrichten von Fachmännern, von Musikern aus jenen Zeiten fast gänzlich mangeln. Wo solche aber gegeben werden, sind sie sehr unzulänglich und verstatten uns leineswegs eine wünschenswerthe Einsicht über Zustand und Behandlung der Bogeninstrumente. So sagt z. B. Jérôme de Moravie, ein Dominikaner aus dem 13. Jahrhundert, über das Rebet bloß, daß das zweisaitige Instrument dieses Namens von tiefem Tone sei und die Stimmung C, G

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