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Scan 31
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1habe. Der Verfasser einer anonymen Abhandlung über Musikinstrumente (wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert) schreibt einem gewissen Albinus die Erfindung der Viola mit 4 Saiten zu, von welcher er uns auch die Stimmung mit A, d, g, c' angibt. Wer aber dieser Albinus gewesen sei, wo und wann er gelebt habe, erfahren wir nicht. Erst mit dem Beginne des 16. Jahrhunderts geben uns die Schriftsteller einläufigere Nachrichten über die Streichinstrumente, und von dieser Zeit an läßt sich ihre Weiterentwicklung auch leichter verfolgen.
3Die Theilnahmslosigkeit und das Schweigen der Schriftsteller erklärt sich aber unschwer aus den damaligen Verhältnissen. Von den früheren Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung bis weit herauf ins Mittelalter waren Kunst und Gelehrtentum Eigenthum der Geistlichkeit und zwar vorzugsweise des Klerus in den Klöstern, und die schönen Künste, also auch die Musik, fanden ihre Verwendung vorwiegend im Dienste der Kirche. Diese aber behielt sich zur gottesdienstlichen Feier bloß des Gesanges mit Ausschluß der Instrumentalmusik, selbst der Orgel. Die Instrumentalmusik, wenn man die Anfänge derselben so nennen will; lag damals in den Händen einer im Ganzen etwas zweideutigen Menschenklasse, die in Frankreich mit den Namen Trouveres, Troubadours, Romanciers, Menetriers, Monestrels &c. bezeichnet wurden. Sie erzählten, sangen, spielten, machten Posse und trieben sich in Gesellschaft von Seiltänzern, Taschenspielern und Gaulkern herum. Theils das umherweifende Leben, theils die Verbindung mit Menschen, deren Künste weder an sich ebel,
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