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Scan 32
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1noch einer nützlichen Anwendung fähig sind, zog diesen „varenben Lüten“ die größte Verachtung zu. Die Kirche, heißt es, belegte sie mit dem Banne, und die bürgerlichen Gesetze erklärten sie für ehr- und rechtlös. Ihre Kinder konnten sogar kein Handwerk lernen, weil sie der unechtlich geborenen gleich geachtet wurden; wenn sie starben, legte die Obrigkeit auf ihre Habe Beschlag. Von vielen Menschen gefürchtet, von den Gesetzen aber verfolgt, führten sie das abenteuerliche Leben eines verstoßenen Gesindels. Dieser Zustand dauerte so lange, als das unordentliche, unsteife Leben dieser Menschen und die bisherige Vermischung edler und unedler Künste fortwährte; jedoch die zunehmende Auflärmung und die Anforderungen eines allmählich bessern Geschmackes führten nach und nach eine heilsame Veränderung herbei. Die Spielleute wurden, nachdem ihre Künste anfangen weniger zu gelten, genötigt, sich dauernde Wohnorte zu suchen; das steife Leben veranlasste sie zu einer bessern Ausbildung ihrer musikalischen Kräfte; die bessere Ausbildung lehrte fühlen, wie ungereimt es sei, Künste, die einer Berechung fähig sind, mit unedlen Gaukeleien zu vermischen, und endlich bewirkte dieses Gefühl nach und nach die Absonderung von Dingen, die ihrer Natur nach weder zusammen gehören, noch mit einander verträglich sind. Aus den bisherigen Spielleuten wurden nun Instrumentisten aller Art, die man, nachdem sie sich der allgemeinen bürgerlichen Ordnung unterworfen hatten, zu öffentlichen Aufzügen, Tänzen und Festlichkeiten herbeizog, und endlich auch zur Besetzung der Kirchenchöre gebrauchte. So entstanden die „düstigen Musikan ten“ in Frankreich und Deutschland, nachdem ein
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