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Scan 33
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1besseres Streben schon lange zuvor den Bann der Gesetze von ihnen genommen und sie zu geachteten Gliedern der bürgerlichen Gesellschaft umgewandelt hatte.
3Die Behandlung musikalischer Instrumente finden wir indes nicht allein bei den „varenden Lüten“ und Musikanten, sondern sie galt sonst wohl auch als eine angenehme Beschäftigung bei solchen, die sich keinen Erwerb daraus bildeten. Schon im Beginne des 13. Jahrhunderts mochte wohl selbst das Ausspielen zum Tanze nicht als etwas Unehrenhaftes gelten. Dies beweist die Erzählung der Braunschweiger Chronik vom Jahre 1208, welche meldet, daß am Pfingstmittwoch desselben Jahres zu Ossemer bei Stendal der Blitz einschlug und dem Pfarrer, welcher zum Tanze fidelte, den rechten Arm wegriss und 24 Personen tötete. Die Erzählung lautet wörtlich: „In duffem Jare geschah ein Wundertrechen by Stendal in dem Dorppe gehyrten Ossemer, dar sat de Perner des Midwockens in den Pingrsten und beddelte synen Buren to dem Danse, da quam ein Donreschläch, unde schloch dem Parner synen Arm aff mit dem Beddelbogen unde XXIV Lübe tod up dem Lyn.“
5Dass man aber schon damals die Kunst, Geige und Bogen zu handhaben, für etwas höchst Unstänbiges zu halten gewohnt sein mochte, beweist wohl am besten unser großes Nationalepos, das Nibelungenlied, welches um diese Zeit (1210) entstand. Der Dichter zeichnet hier eine seiner edelsten Gestalten in dem kühnen, fröhlichen Volker von Alzei, der gleich gewaltig wie das Schwert, den Fiedelbogen führte:
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