Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 34

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1Und Gunther sprach: "Freund Hagen, Töne klingen
2Herüber von dem Spielmann durch den Saal,
3Die durch der Hunnen Mart und Beine bringen;
4Sein Fiedelbogen ist von rothem Stahl."
5"Sag ich bisher ihm vor,"" versetzte Hagen,
6"So war's nicht recht; das muß ich selbst nun sagen . . ."
8"D König, fach, was svelt er schöne Weisen!
9Wohl sind sie Deines Gold's und Silbers werth!
10Sein Fiedelbogen dringt durch Stahl und Eisen,
11Wenn er auf Helm und Schilde niederschlägt.
12Noch keinen Spielmann hab' ich je gesehen,
13So durch sein Spiel begeistert vor mir sehen."
15Die Zusammensetzung eines Orchesters, wie es damals zu glänzenden öffentlichen Aufzügen beliebt werden mochte, lernen wir aus Ulrich von Lichtensteins "Frauendienst" kennen. Als Ulrich im Frühjahr 1228 seinen abenteuerlichen Zug zum Neuburger Turnet unternahm, waren in seinem Gefolge zwei reitende "Posfumer", ein Flötenbläser, der den Sumber (Pauke) schlug und zwei Fiedler, die eine "fröhliche Reisennote" (Marsch) spielten. Ulrich erfand Weisen, die vielfach als neu, gut und meisterlich gerühmt werden. Die Musiker schätzten dieselben hoch, wofür sich manche für uns zu beachtende Stelle anführen ließe, wie z. B. die folgende: ". . . hierauf sang er einen Leich mit hohen und schnellen Noten, für welchen ihm mancher Fiedler Dank sagte."
17Zu den Zeiten des Minnegesanges waren den Musikern überhaupt schon bessere Tage gekommen. Da gab es im Sommer bei den Ritterspielen, im Winter bei den Frauenbesuchen, Tänzen und Gesellschaften für die Instrumentisten reiche Gelegenheit, ihre Kunst zu zei-

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