Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 35

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1gen; denn selbst die Lieder, die bei solchen Anlässen gesungen wurden, hatten (im Gegensatz zu den eigensten und geheimsten Minneliedern) musikalische Begleitung und wurden zugleich getanzt. So gefiel sich das muntere Volk der Musikanten bei den Turnieren und bei den Fes- ten auf den Burgen der Edlen durch eine lange Zeit, während die gelehrten Musiker, tiefsinng grübelnd, in den Spuren Huchbalb's, Guido's und Franko's von Köln wandelten. one of two readings
2gen; denn selbst die Lieder, die bei solchen Anlässen gesungen wurden, hatten (im Gegensatz zu den eigensten und geheimsten Minneliedern) musikalische Begleitung und wurden zugleich getanzt. So gefiel sich das muntere Volk der Musikanten bei den Turnieren und bei den Feste auf den Burgen der Edlen durch eine lange Zeit, während die gelehrten Musiker, tiefsinng grübelnd, in den Spuren Huchbalb's, Guido's und Franko's von Köln wandelten. one of two readings
4In Frankreich trat die Klasse der Musikanten, wie es scheint, früher als bei uns in zünftige Verbindun- gen. Unter Philipp dem Schönen wurde 1235 ein J. Charmillion in der Stadt Troyes zum Roi de Ribauds erhoben, „wegen seines Talentes im Violinspiele.“ In Paris bildete sich um 1330 eine Gesellschaft unter dem Namen Confreri de St. Julien des Menetriers. Nach- dem sie am 23. November desselben Jahres gerichtlich bestätigt worden war, wählte sie sich den hl. Genest, der sich als römischer Taschenpieler zum Christenthume bekehrt und unter Diocletian den Martertod erlitten hatte, zum Schutzpatron und einen Vorstand unter dem Titel Roi de Menetriers. Die ganze Bruderschaft zog sich auch in eine eigene Straße zusammen, welche von ihr den Namen Rue de St. Julien des Menetriers erhielt. Die späteren Vorstände nannten sich Roi des Violons. Sie sollen mitunter eine etwas unbezähmbare Neigung für Erwetterung ihres Reiches an den Tag ge- legt haben. Der letzte derselben wollte auch die Musiker, welche nicht zum Lange spielen, wie die Organisten etc., ja selbst die Tanzmeister unter seine Botmäßigkeit brin- gen, und bekam darüber einen weitläufigen Rechtsstreit, one of two readings
5In Frankreich trat die Klasse der Musikanten, wie es scheint, früher als bei uns in zünftige Verbindungen. Unter Philipp dem Schönen wurde 1235 ein J. Charmillion in der Stadt Troyes zum Roi de Ribauds erhoben, „wegen seines Talentes im Violinspiele.“ In Paris bildete sich um 1330 eine Gesellschaft unter dem Namen Confreri de St. Julien des Menetriers. Nachdem sie am 23. November desselben Jahres gerichtlich bestätigt worden war, wählte sie sich den hl. Genest, der sich als römischer Taschenpieler zum Christenthume bekehrt und unter Diocletian den Martertod erlitten hatte, zum Schutzpatron und einen Vorstand unter dem Titel Roi de Menetriers. Die ganze Bruderschaft zog sich auch in eine eigene Straße zusammen, welche von ihr den Namen Rue de St. Julien des Menetriers erhielt. Die späteren Vorstände nannten sich Roi des Violons. Sie sollen mitunter eine etwas unbezähmbare Neigung für Erwetterung ihres Reiches an den Tag gelegt haben. Der letzte derselben wollte auch die Musiker, welche nicht zum Lante spielen, wie die Organisten etc., ja selbst die Tanzmeister unter seine Botmäßigkeit bringen, und bekam darüber einen weitläufigen Rechtsstreit, one of two readings

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