Books › Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864 › scan 39
Scan 39
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
5 lines. Read by computer on 1 October 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1schränken, und von diesen finden sich die „Groß Geigen, Trumscheit und Klein Geigen“, die wir in den Abbildungen 9, 10 und 11 getreu wieder geben. Die „Groß Geigen“ ist, wie ersichtlich, noch von einer etwas größeren Gestalt. Die beiden Mittelbügel sind lang und stark ausgeschnitten, so daß die Ober- und Unterbügel übermäßig hervortreten. Die f-Löcher sind durch zwei halbmondsförmige Ausschnitte zwischen den Oberbügeln und durch ein rundes Schallock von unbegreiflich großem Durchmesser vertreten. Das Instrument hat 9 Saiten, deren Befestigungsart ebenso wie die auf dem Griffbrett angebrachten Bünde an die Laute oder Quintern erinnert.
3Bei der großen Geige Bürdungs, deren Zeichnung in den Werken von Agricola, Nachtegaall und S. Gannassi del Fontego fast genau wiederkehrt, ist Manches anstößig gefunden worden. Die betreffenden Figuren, sagt Fetis, stellten die Einschnitte der Mittelbügel nicht genau dar, weil ihre Ausdehnung zu groß sey, Ober- und Unterbacken des Instrumentes aber zu klein wären. Einige Violen und Bassgeigen des 16. Jahrhunderts, welche noch als Seltenheiten in Cabineten zu sehen seyen, bewiesen, daß die Einschnitte weniger ausgedehnt gewesen seien, obgleich sie verhältnismäßig größer wären, als bei unsern jetzigen Streichinstrumenten. Ueber den Mangel des Steges äußert sich Fetis wie folgt: „… Nun aber wäre es durchaus unmöglich, daß der Bogen bei einem so gebauten Instrumente nicht alle Saiten mit einander berührte; anderseits würden die Töne, welche man hervorzurufen versucht hätte, von außerordentlicher Schwäche gewesen sein; denn nur mit- one of two readings
4Bei der großen Geige Bürdungs, deren Zeichnung in den Werken von Agricola, Nachti gai l und S. Gannassi del Fontego fast genau wiederkehrt, ist Manches anstößig gefunden worden. Die betreffenden Figuren, sagt Fetis, stellten die Einschnitte der Mittelbügel nicht genau dar, weil ihre Ausdehnung zu groß sey, Ober- und Unterbacken des Instrumentes aber zu klein wären. Einige Violen und Bassgeigen des 16. Jahrhunderts, welche noch als Seltenheiten in Cabineten zu sehen seyen, bewiesen, daß die Einschnitte weniger ausgedehnt gewesen seien, obgleich sie verhältnismäßig größer wären, als bei unsern jetzigen Streichinstrumenten. Ueber den Mangel des Steges äußert sich Fetis wie folgt: „… Nun aber wäre es durchaus unmöglich, daß der Bogen bei einem so gebauten Instrumente nicht alle Saiten mit einander berührte; anderseits würden die Töne, welche man hervorzurufen versucht hätte, von außerordentlicher Schwäche gewesen sein; denn nur mit- one of two readings
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.