Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 40

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1telt des Steges machen die Saiten den nothwendigen Winkel, um mit Schall in Schwingung zu kommen und um ihre Erschütterung der Tafel mitzuteilen, und der Steg ist es, welcher, indem er selbst mit Nachdruck vibriert, durch seine beschleunigten Schläge der Tafel die zitternde Schwingung mittheilt, welche die Intensität des Tones bedingt. Außerdem darf nicht vergessen werden, daß von seinem Ursprung an das Princip, durch Reiben des Bogens auf Saiten Töne hervorzubringen, mit dem nothwendigen Zusatz des Steges begleitet ist. Man findet ihn bei dem ursprünglichen Versuche des Ravanastron, des indischen Omerti, des Rebeh und des Kemangeh der Araber, endlich überall, wohin der Bogen durchgedrungen ist. Somit ist es außer Zweifel, daß der Mangel des Steges an einigen Monumenten des Mittelalters und in den Figuren, veröffentlicht von Agricola und Ott. Nachtigall, keinen andern Grund hat, als Unachtsamkeit oder Vergessenheit der Zeichner."
3Dieser Meinung können wir, obwohl sie den Kno- ten scheinbar am natürlichesten und einfachsten zu lösen scheint, nicht unbedingt beipflichten. Der Beweis, daß die Zeichner es hie und da nicht sehr genau nahmen, läßt sich allerdings unschwer führen; aber es ist einmal durch die Annahme bloßer Nachlässigkeit der ausführenden Künstler nicht zu erklären, daß zuerst bei Virbung (wel- chen Fetis nicht erwähnt) und dann durch beide Auf- lagen der Musica instrumentalis von Agricola diese Geige ohne Steg erscheint. Einem Musiker mußte der Mangel eines so wesentlichen Theiles auf den ersten Blick auffallen; sollte Agricola den Fehler nicht entdeckt und die zweite Ausgabe seines Werthens davor be-

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