Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 41

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1wahrt haben? Außerdem findet sich auch noch an einem andern Instrumente, der Schlüsselfiedel, Fig. 16, nicht bloß bei Agricola, sondern auch bei Prætorius der Steg nicht; beide Instrumente aber, die große Geige und die Schlüsselfiedel haben eine große Ähnlichkeit in ihrem Bau, und letztere findet bei Prætorius ihren Platz mitten unter Instrumenten, die nicht allein Stege, sondern auch schon die heutige vollkommene Bauart besitzen.
3Die kleine Geige von Virdung unterscheidet sich von unserer Violine durch den Mangel der vierten Saite, den voluminösen Hals, durch die mandolinartige Wölbung des Körpers, durch die ganz abnorm konstruierte Resonanzdecke und die noch immer auf den mohamedanischen Ursprung hinweisende Mondschiefersform der Schalllöcher. Dagegen zeigt die Abbildung auch einen Fortschritt in dem schneckenhähnlichen Auslauf des Wirbelkastens, dem Mangel der Bünde und in einem Anflug von Saitenhalter und Steg.
5Die Anwendung der Bünde hielt man damals für eine ebenso praktische als wichtige Erfindung, von welcher man noch viel später nicht lassen wollte. Den Umstand, daß man durch diesen Mechanismus statt vollkommen reiner, temperierte Töne erhalte, vermochte man nicht einzusehen und hatte bloß den Vortheil im Auge, den die Bünde dem ungeübten Spieler in Bezug auf einen gewissen Grad von Reinheit gewährten. Was wir bei der kleinen Geige Virdungs als Fortschritt betrachten müssen, sieht dieser Schriftsteller als einen Fehler an. Hören wir seine höchst einfache Beschreibung der Streichinstrumente: "… Die ander art der saytenspil (nemlich Laute, Quintern und große Geige) dye selben

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