Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 44

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1und dem Charakter der menschlichen Stimme nachbildete. Diese Uebung hatte ihren Ursprung in der wachsenden vervollkommnung des mehrstimmigen Tonsatzes, der seit dem 14. Jahrhundert kunstmaßig geübt wurde. Im 16. Jahrhundert trat die Musik im weitesten Sinne auf bei kirchlichen Festen und Feierlichkeiten, und zwar nach der Regel in reinem Gesange, an Fürstenhöfen auch wohl mit Begleitung von Instrumenten, die jedoch im Laufe dieses Jahrhunderts keine dem Gesange selbständig und eigenhümlich gegenübergestellte war. Bei Gesängen weniger Stimmen begnügte man sich damit, einer jeden von diesen ein besonderes Instrument beizugeben; wirkten volle Chöre als gegliederte Tonmassen gegeneinander, wie zumal gegen Ende dieses Zeitraumes geschah, so wurden gleichartige Instrumente eines den Chorstimmen entsprechenden Umfanges jedem einzelnen dieser Chöre gesellt, um ihn durch die eigenhümliche Klangfarbe vor den andern auszuzeichnen. Die Instrumentalmusik war damals nur der Nachhall des Gesanges, wiewohl man fast alle Instrumente schon besaß, deren die Gegenwart auf so mannigfache Art sich zu bedienen weisst. Das Instrumentenspiel in diesem Sinne fand regelmässig seine Stelle bei feierlichen Tafeln der Fürsten oder des Rathes der Reichs-, Hanse-, oder reicheren Handelsstädte Deutschlands. Den Kapellmeistern war in ihren Bestellungen zur Pflicht gemacht, „in der Kirchen und vor der Tafel“, je nach der Stellung ihres Dienstherrn, „allerunterthänigst, unterthänig, oder unterthäniglich“ aufzuwarten. Etn Dichter jener Zeit, der eine fürstliche Hochzeit beschreibt, preist eine dabei an- gehörte Tafelmusik mit hohen Worten; es habe ihn nicht

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