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Scan 47
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1gar leicht das seinige prästiren kann, wenn man zuvor etwas rechtschaffenes darauf gelernt und begriffen hat." Jahrhunderte hindurch war sie in Deutschland ein Lieblingsinstrument der Großen, der Kaiser, der Könige, Fürsten und Herren; die vornehmsten Damen suchten eine Ehre sie zu spielen; alle Gesänge der Liebe und Freude wurden damit begleitet. Omnium instrumentorum Princeps — nannte die Laute der eine Schriftsteller; nobilissimo stromento — der andere; Regina instrumentorum — der dritte; Ornament-Instrument — wieder ein anderer in älterer Zeit, und eine lange Reihe von Zeugnissen würde sich aufstellen lassen, das Interesse, welches man für sie hegte, näher zu bezeichnen. Eine Unzahl kunstreicher mehrstimmiger Gesänge finden wir in zahlreichen Lautenbüchern auf sie übertragen.
3Das Werck von Judenküng enthält 25 Nummern, die für Laute und Geige zugleich geschrieben uns einen höchst willkommenen und in mehrfacher Beziehung wichtigen Begriff von den Leistungen des Lauten- und Geigenspielers geben. Sämtliche Stücke sind in der damals gebräuchlichen deutschen Tabulatur verzeichnet und stellen Volksweisen oder Tanzmelodien dar. Im Interesse unserer Leser teilen wir die Uebertragung eines Volksliedes in moderner Notirung in einer Beilage, die Gestalt der Geige, und die Art, wie sie gehandhabt wurde, nach dem Titelblatte in Fig. 12 mit.*)
5*) Mit Absicht haben wir das Volkslied „Mag ich Unglück mit wiederstan" ausgehoben, um einige Bemerkungen daran zu knüpfen, welche, streng genommen, zwar nicht hieher gehören, die wir aber gleichwohl nicht unterdrücken können. Die Melodie dieses Liedes
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