Books › Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864 › scan 49
Scan 49
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
11 lines. Read by computer on 1 October 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1heit erlangen. Die f-Löcher haben die Form der spätern Gamba, sind aber in versehelter Lage angebracht. Eigenthümlich ist die Construction des Kastens in der Gegend des Knopfes, der Stelle, wo der Saitenhalter befestigt ist. Die Betrachtung der Ausschnitte, der Verhältnisse des Körpers erweckt für die Genauigkeit des Zeichners wenig Vertrauen; die Bünde hat er ebenfalls als Nebensache behandelt, indem er in ersichtlich falschen Entfernungen fünf Bünde anbringt, während das Instrument deren wenigstens zehn haben muß. Die Composition gibt dem Leser einen Begriff von dem oben erwähnten Diminutum, aber setzt ihn in den Stand zu erfahren, was es hieß, einen Gesang mit saltibus und diminutionibus zu zieren, wie Praetorius sich ausdrückt.
3Die Instrumente, welche uns Silvestro Ganassi del Fontego (Regola Rubertina, che insegna suonare de Viola d'areo tastada, Venez. 1543) beschreibt, bieten eine große Ähnlichkeit mit der Geige von Judenkönig. dar, sind aber sehr verschieden von den Geigen, welche wir in dem Buche Agricola's finden.
5Sie haben folgende Stimmung:
6Discant: D, G, c, e, a, d¹.
7Alt oder Tenor: G, C, F, A, d, g.
8Bass: D, G, C, E, A, d.
10Auf dem Griffbrett waren 7 Bünde angebracht, mittelst welcher auf jeder Viola eine chromatische Scala im Umfang von 2 1/2 Oktaven ausgeführt werden konnte. Manchmal unterschied sich der Alt vom Tenor dadurch, daß er eine Quinte höher gestimmt wurde als der Bass. Die Art der Stimmung bei Judenkönig und Fontego ist,
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.